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Drei Stunden Dauerstress für die Wehr

Großübung der Kirchhainer Brandschützer Drei Stunden Dauerstress für die Wehr

Zu zehn Einsatzstellen mussten die Kirchhainer Feuerwehren am Wochenende ausrücken. Zum Glück handelte es sich aber nur um eine groß angelegte Übung.

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Am Bahnhof löscht ein Trupp eine brennende „Person“ auf einem Güterwaggon. Foto: Jonas Hielscher

Quelle: Picasa

Kirchhain. Mehr als 50 Einsatzkräfte, darunter zwei Frauen, 15 Einsatzfahrzeuge und zehn Einsatzstellen: Rund drei Stunden waren die Kirchhainer Feuerwehren aus der Kernstadt, Anzefahr, Emsdorf, Niederwald und Betziesdorf durchgehend im Einsatz. Die Kernstadtwehrführer Stephan Schmidt und Torsten Mende hatten alles getan, um die Aufgabenstellungen sowohl schwierig als auch lehrreich zu gestalten. Die Szenarien deckten fast das ganze Aufgabenspektrum einer Feuerwehr ab: von der Brandbekämpfung, über Menschenrettung, Hilfeleistung bei einem Verkehrsunfall bis zum Umgang mit gefährlichen Chemikalien.

n 15.15 Uhr: Eine Wiese steht in Flammen. Mit zwei Fahrzeugen und knapp 7000 Litern Wasser rücken die Einsatzkräfte Richtung Wohrataler Wasserwerk aus. Koordiniert wird der Einsatz durch die Führungskräfte vom neuen Einsatzleitwagen aus. Noch während die ersten Feuerwehrleute dort mit der Brandbekämpfung beschäftigt sind, geht es an anderer Stelle um Menschenleben.

n 15.25 Uhr: Person auf Güterwagen geklettert. Sie erleidet durch den Fahrdraht eine Stromschlag und fängt Feuer. Bevor die Feuerwehrleute löschen können, müsse sie auf das Eintreffen des Notfallmanagers der Bahn warten. Nur dieser darf die Schienen zum Betreten freigeben und die Oberleitung stromlos schalten, sodass ein berühren gefahrlos möglich ist. Danach wird die Puppe mit der Drehleiter geborgen.

n 15.30 Uhr: Verkehrsunfall im Viadukt. Die Feuerwehr rückt mit Rüstwagen und Löschfahrzeug an, um eine eingeklemmte Person zu befreien. Erschwert werden die Arbeiten durch die beengten Platzverhältnisse. unter dem Viadukt

n 16 Uhr: Großalarm! Aus einem Wohnhaus hinter dem Kirchhof wird starke Rauchentwicklung gemeldet. Zwei Personen werden in dem Haus vermisst. Die engen Straßen zum Einsatzort sind für die großen Feuerwehrautos nicht befahrbar. Stadtbrandinspektor Reinhold Bonacker ordert die Stadtteilfeuerwehren mit ihren kleineren Fahrzeugen an den Brandort. Atemschutzgeräteträger suchen und bergen in dem Gebäude die vermissten Personen. Gleichzeitig beginnen vom Markplatz aus über die Drehleiter Löscharbeiten am Dachstuhl. Nach gut 45 Minute heißt es: „Feuer aus“.

gemeldet werden.

Auch bei den übrigen Übungs-Szenarien wie Gasalarm, austretenden Chemikalien und Katze auf Baum wurde auf Realitätsnähe geachtet. Im Rahmen der Übung bestand der Digitalfunk seinen ersten Härtetest. Diese Technologie, die eigentlich schon 2006 deutschlandweit in Betrieb gehen sollte, wird zurzeit in ganz Hessen eingeführt. Feuerwehrleute besuchten dazu spezielle Lehrgänge, so dass sie nun mit der neuen Technologie vertraut sind. Bei der Übung wurde der Digitalfunk parallel zu der alten Funk- Technologie verwendet.

von Jonas Hielscher

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