Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Dramatische Suche nach vermisstem Surfer

Niederwälder See Dramatische Suche nach vermisstem Surfer

Gegen 13 Uhr ging der Notruf bei der Leitstelle ein. Als Erstes nahm die Feuerwehr die Suche nach dem vermissten 76-Jährigen auf.

Voriger Artikel
Nun gibt es drei Varianten
Nächster Artikel
Kleinwagen brennt in Garage komplett aus

Einsatzkräfte ließen ein weiteres Motorboot der DLRG, das als Verstärkung eingetroffen war, zu Wasser. Fotos: Michael Rinde

Niederwald. Es geschah in dem Teil des Niederwälder Baggersees, der von der Surf- und Segelabteilung des TSV Kirchhain seit Jahrzehnten genutzt wird. Nach Angaben von Polizei und Rettungskräften hatten Angehörige des 76-Jährigen kurz vor 13 Uhr bemerkt, dass sich der Mann nicht mehr auf seinem Surfbrett befand. Sie alarmierten die Rettungskräfte.

Feuerwehr und DLRG suchen am Dienstagmittag seit etwa 13.15 Uhr am Niederwälder See nach einem etwa 75 Jahre alten Surfer.

Zur Bildergalerie

Zunächst sei eine Mütze des Mannes gefunden worden, die Angehörige identifiziert hätten. „Seitdem müssen wir davon ausgehen, dass der Mann ins Wasser gefallen ist“, erläuterte Kreisbrandmeister Stephan Schienbein während des Einsatzes am Niederwälder See. Feuerwehrleute aus Kirchhain, Niederwald, Stausebach und Himmelsberg suchten das gesamte Ufer ab.

Zugleich begann die Wasserrettung der DLRG mit Kräften aus Marburg, Stadtallendorf und Neustadt damit, das Gewässer abzusuchen. Mehrere Boote von DLRG und Feuerwehr Kirchhain waren zeitgleich auf dem Baggersee. Laut Schienbein waren allein zehn Taucher der DLRG zeitweise im Einsatz.

See ist bis zu zehn Meter tief

Gefunden wurde niemand. Der Niederwälder Baggersee ist in diesem Teil stellenweise bis zu zehn Meter tief, wie Schienbein berichtete. Während der Suche betreuten Mitglieder des Krisen­inventionsdienstes Angehörige und Vereinsmitglieder, die betroffen vom Ufer aus das Geschehen verfolgten.

Der 76-Jährige gilt als sehr erfahrener Surfer und Schwimmer, sagten Vereinsangehörige gegenüber der OP. In anderen Teilen des Gewässers lief das normale Geschehen weiter. Bis Feuerwehr und Polizei die Liegeflächen und die Seeoberfläche gegen 15 Uhr komplett räumen ließen.

Das war notwendig, weil der Polizeihubschrauber das Gewässer in 40 bis 50 Metern Höhe überfliegen sollte. Mehrfach kreiste der Hubschrauber, der über eine Wärmebildkamera und weitere Ortungstechnik verfügt, über dem See. Auch sein Einsatz brachte keine Ergebnisse. Unter den Rettungskräften schwand die Hoffnung, den 76-Jährigen lebend zu finden, während des Nachmittags stetig.

Am Spätnachmittag kündigte Polizeisprecher Martin Ahlich gegenüber der OP an, dass auch das in Gießen stationierte Sonarboot des Technischen Hilfswerks Gießen angefordert werden sollte. Es sollte noch im Laufe des Dienstagabends zum Einsatz kommen. Bisher gab es keine neuen Ergebnisse der Suchaktion. Zeitweise waren mehr als 50 Rettungskräfte am Niederwälder See im Einsatz.

Die Suche wurde am Abend bei Einbruch der Dunkelheit abgebrochen und wird am Mittwochfrüh fortgesetzt.

Im Mai 2011 war es in einem anderen Teil des Niederwälder Sees zum bisher letzten tragischen Zwischenfall gekommen. Seinerzeit war ein 26-Jähriger im Gewässer ertrunken.

von Michael Rinde

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr