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Dorfladen-Thema "interessiert die Menschen"

Bürgerbefragung Dorfladen-Thema "interessiert die Menschen"

Noch bis zum 18. August haben Wohratals Bürger die Möglichkeit, an der von Bürgermeister und Gemeindeparlament angestoßenen Bürgerbefragung rund um die Nahversorgung teilzunehmen.

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Wie sehen die erwachsenen Wohrataler Bürger die Situation bei der Grundversorgung mit Lebensmitteln? Fotomontage: Tobias Hirsch

Wohratal. Es geht um simple, aber wichtige Fragen: Fehlt es den Bürgern der Flächengemeinde Wohratal an Einkaufsmöglichkeiten? Und wären sie bereit, ein Angebot, das im Bürgerhaus Wohratal entstehen könnte, auch für ihren Einkauf zu nutzen?

Diese Fragen stellte die Gemeinde allen Bürgern ab einem Alter von 18 Jahren in einer Fragebogenaktion. Bürgermeister Peter Hartmann (parteilos) hatte die Fragebögen samt Anschreiben ab dem 10. Juli verteilen lassen. Das geschah weitgehend zusammen mit den geänderten Grundsteuerbescheiden, verursachte also kaum Kosten.

Die Ergebnisse der Umfrage dürften erheblichen Einfluss auf anstehende Entscheidungen des Wohrataler Gemeindeparlaments haben. Das Parlament hatte die Befragung in seiner Sitzung Ende Mai auf den Weg gebracht - nach einer ersten ausgiebigen Debatte über eine Nutzung der Bürgerhaus-Säle für einen kleinen Dorfladen oder Einkaufsmarkt für die Grundversorgung. Entsprechende Ideen zweier Anbieter, Tegut/Lebenshilfe und Gutkauf, liegen vor. Während Tegut den großen Saal bräuchte, könnte Gutkauf mit dem kleinen Saal auskommen (die OP berichtete). Während der Gemeindeparlamentssitzung gab es Skepsis bei einem Teil der Abgeordneten, auch was den Standort Bürgerhaus generell angeht. Die Dorfladen-Lösung wurde nach dem Scheitern der Ansiedlung eines „Netto“-Discountmarktes im Gewerbegebiet in Halsdorf forciert.

Auf das Thema „große oder kleine Saalvariante“ geht die eigentliche Befragung nicht ein. Sie soll eher die grundsätzliche Meinung der Bevölkerung ermitteln. In einem ausführlichen Begleitschreiben hatte Bürgermeister Hartmann jedoch die beiden möglichen Varianten vorgestellt, auch im Hinblick auf die Kosten. Während die Gutkauf-Lösung wohl nur geringe Investitionen von 2500 Euro veranschlagt, müsste bei der größeren Tegut-Variante in die Elektrik investiert und die Anlieferung von Waren mit Sattelzügen ermöglicht werden. Hartmann sieht in dem Vorhaben generell eine einmalige Chance, einen Lebensmittelmarkt in der Gemeinde anzusiedeln.

Täglich zwischen 15 und 20 Antworten

„Das Thema interessiert die Menschen in Wohratal“, stellt Bürgermeister Hartmann aufgrund der bisherigen Resonanz aus der Bevölkerung auf die Befragung fest. Nach wie vor gingen täglich 15 bis 20 ausgefüllte Fragebögen bei der Gemeindeverwaltung ein.

Inhaltlich kann und will Hartmann jedoch keinen Zwischenstand verkünden, auch, um diejenigen, die sich noch an der Befragung beteiligen wollen, nicht zu verunsichern. „Es ist wichtig, dass wir nichts am grünen Tisch planen, was am Ende keiner will“, unterstreicht Hartmann im Gespräch mit dieser Zeitung. Wie schnell eine endgültige Entscheidung in Sachen Lebensmittelmarkt im Bürgerhaus fallen könnte, ist offen. Zunächst dürfte das Gemeindeparlament die Ergebnisse der Befragungsaktion bewerten wollen.

Bis zum 18. August haben alle Wohrataler Bürger, die dies noch nicht getan haben, die Möglichkeit, ihre ausgefüllten Fragebögen in der Gemeindeverwaltung abzugeben oder sie zuzuschicken.

von Michael Rinde

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