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Dorferneuerung: Josbach hat den Vorrang

Förderung Dorferneuerung: Josbach hat den Vorrang

Die Stadt Rauschenberg sollte vorerst keinen Antrag auf neuerliche Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm stellen. Dazu riet Bürgermeister Manfred Barth (parteilos) während der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments in Schwabendorf.

Josbach. Barth bezog sich auf ein entsprechendes Schreiben von Landrat Robert Fischbach, der die Stadt darauf hingewiesen hatte, dass die Förderung für den derzeit in der Dorferneuerung befindlichen Stadtteil Josbach keinen Bestandsschutz genieße, sollte ein neuer Antrag der Stadt Rauschenberg in das stark veränderte Förderprogramm erfolgreich sein.

Im Haushalt stünden noch 50000 Euro für die Dorferneuerung in Josbach, die zu 75 Prozent bezuschusst werde. Er warne dringend davor, diesen Zuschuss für Josbach durch einen vorzeitigen neuen Antrag zu gefährden.

Scheune muss bis zum 28. Februar abgerissen werden

Die Josbacher planen unter anderem, den Weg vom Pfarrhaus zur Kirche fußgängerfreundlich zu gestalten und auf dem Areal des seit zwei Jahrzehnten verwaisten Hauses Alte Heerstraße 16 einen kleinen Dorfmittelpunkt zu gestalten. Der Denkmalschutz hatte die in Aussicht gestellte Abrissgenehmigung für das Jahr 2012 ausgesetzt, und versucht, für das kleine Fachwerkhaus noch einen Käufer zu finden. Nach seiner Kenntnis habe sich in diesem Jahr nicht ein Interessent für das Haus gefunden, sagte Josbachs scheidender Ortsvorsteher und künftiger Bürgermeister Michael Emmerich der OP. Selbst wenn der Denkmalschutz zu seiner Abriss-Zusage stehen sollte, stünde das Projekt noch auf tönernen Füßen. Es sei völlig unklar, ob der Eigentümer bereit sei, das Haus zum Grundstückswert zu verkaufen, erklärte Emmerich.

Dagegen gibt es für ein weiteres historisches Josbacher Gebäude nicht nur eine Abrissgenehmigung, sondern sogar eine Abrissverfügung. Der Landkreis verlangt bis zum 28. Februar den vollständigen Abriss einer zum Teil bereits eingestürzten Scheune in der Straße Am Backhaus. Begründung: Von dem einsturzgefährdeten Restgebäude gehe eine erhebliche Gefahr für Passanten aus.

von Matthias Mayer

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