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Division stellt sich noch internationaler auf

Von der Leyen in Stadtallendorf Division stellt sich noch internationaler auf

Für Generalmajor Jörg Vollmer war es gestern der letzte offizielle Auftritt als Divisionskommandeur. Vor großer Kulisse übernahm Brigadegeneral Eberhard Zorn das Kommando. Verteidigungsministerinnen betonten Wert der Zusammenarbeit.

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Das Heeresmusikkorps 300 marschierte in das Herrenwaldstadion ein.

Quelle: Nadine Weigel

Stadtallendorf. Fallschirmjäger landeten zweimal mitten auf dem Stadionrasen. Soldaten der Bundeswehr führten beeindruckten Zuschauern Nahkampftechniken vor. Einige Meter weiter ließen sich Kinder und Erwachsene das Innenleben des Transport-Hubschraubers NH 90 zeigen.

Foto: Nadine Weigel

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Zwar waren weniger Hubschrauber-Typen als angekündigt zu sehen, das Interesse an dem ausgestellten Material war bei den Besuchern trotzdem sehr groß. Eine niederländische Militärkapelle spielte Dudelsack-Klassiker. Offiziell wurde es, als gegen 15.40 Uhr gestern rund 400 Soldaten aus allen der Division unterstellten Einheiten in das Stadion einmarschierten. Die Abordnung der 11. Luchtmobielen Brigade aus dem niederländischen Standort Luchtbergen marschierte später ein. Zu diesem Zeitpunkt kamen Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU und die niederländische Verteidigungsministerin Jeanine Hennis-Plasschaert auch ins Stadion. Zuvor hatte Generalleutnant Reinhard Kammerer, Kommandeur Einsatz und stellvertretender Inspekteur des Heeres, den Wechsel an der Spitze der Division formell vollzogen. In zwei Wochen übernimmt Vollmer wiederum die Aufgaben Kammerers – und wird damit einer der höchsten Offiziere der deutschen Streitkräfte. Er versprach gestern in seiner Ansprache, dass er „weiterhin ein waches Auge auf diese besondere Division“ haben werde. Vollmer war seit dem 6. Oktober 2011 Divisionskommandeur in Stadtallendorf.

 

Komplette Integration dauert noch

Die Ministerinnen verliehen der Division gestern außerdem das Fahnenband für die Truppenfahne, eine bedeutende Zeremonie in der Bundeswehr. Dass die Division Schnelle Kräfte internationaler geworden ist, merkten die zivilen Zuschauer unter anderem daran, dass beide Verteidigungsministerinnen ihre Ansprachen gestern fast ausschließlich in englischer Sprache hielten. Ihre Aussagen bezogen sich durchweg auf die Unterstellung der niederländischen Luftlandebrigade unter das Kommando einer Bundeswehr-Division.

Bis die Integration der Niederländer in die Division vollständig abgeschlossen sein wird, vergeht allerdings noch Zeit. Jeanine Hennis-Plasschaert sprach gestern von mehreren Jahren. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ihrerseits betonte die Bedeutung dieser Zusammenarbeit auf europäischer Ebene.  Zahlenmäßig ist die 11. Luchtmobiele Brigade für die Division auch von Bedeutung: Sie macht rund 2 100 der insgesamt etwa 9 100 der Division unterstellten Soldaten aus und gilt als sehr einsatzerfahren. Von der Leyen lobte im Anschluss an den Appell vor Medienvertretern Stadtallendorf als Bundeswehr-Standort. Die Integration der Streitkräfte in der Bevölkerung sei hervorragend – das sei auch Kriterium für Standort-Entscheidungen gewesen.

Für die Polizei und die Rettungskräfte verlief der Tag in Stadtallendorf ruhig und ohne Zwischenfälle. Lediglich die Autofahrer brauchten wie angekündigt zeitweise etwas mehr Geduld in der Innenstadt. Die Waldstraße war bis nach Ende des Appells gesperrt. Die Polizei hatte sich auch auf mögliche Zwischenfälle vorbereitet und stand mit einem Großaufgebot in Bereitschaft.

von Michael Rinde

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Rund 3000 Zuschauer verfolgten gestern den Divisions-Appell in Stadtallendorf, an dem zwei Verteidigungsministerinnen teilnahmen. Die Veranstaltung verlief ohne Zwischenfälle.

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