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Direkte Hilfe von Ort zu Ort

Benefizveranstaltung Direkte Hilfe von Ort zu Ort

Die jüngsten Erd­beben in Italien haben tausende Menschen obdachlos gemacht, immer noch herrscht Angst vor ­weiteren Erdstößen. Ein Grund für die Amöneburger, zu helfen.

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Das Bild vermittelt einen Eindruck der jüngsten Zerstörungen in Camerino bei Macerata.

Quelle: Cristiano Chiodi

Amöneburg. Norcia und Amatrice, zwei Ortsnamen, ein verbindendes, dramatisches Element. In diesen Orten in Umbrien hat die Erde gebebt, unzählige Häuser wurden zerstört. Menschen haben ihre Heimat verlassen müssen.

18 Jahre lang hat Claudia Wittmann in Tuoro sul Trasimeno gelebt, der Partnerstadt Amöneburgs. Sie will helfen, gerade weil sie durch ihre persönlichen Kontakte nach Italien um die Not weiß, die entstanden ist. Am Dienstag, 15. November, plant sie mit Unterstützern eine Benefizveranstaltung in der Brücker Mühle. Beginn ist um 17 Uhr. Der Eintritt beträgt 25 Euro.

In Partnerstadt Tuoro sind Erdbebenopfer untergebracht

In der Mühle gibt es ein italienisches Büfett, von Köchen und Italienkennern zubereitet. „Zahllose Menschen sind über den Winter in Ferienwohnungen und Hotels rund um den Trasimenischen See untergebracht worden“, schildert sie. Vielen dieser Menschen, gerade den älteren, die ihre Heimat nie verlassen haben, ist nichts geblieben. Wittmann möchte diese Menschen gezielt unterstützen, auch mithilfe der Bürgermeisterin von Tuoro sul Trasimeno, Patricia Cerimonia. Sie kennt die Bürgermeisterin persönlich. Tuoro führt selbst ein Spendenkonto und hilft gezielt. Amöneburgs Bürgermeister Michael Plettenberg hatte auch Kontakt zu seiner italienischen Amtskollegin Cerimonia. Von ihr wisse er, dass aktuell auch Erdbebenopfer in einem Gemeinschaftshaus in Tuoro, im „Centro Sociale“, untergebracht sind.

Tuoro selbst ist zwar von Erdstößen verschont worden. „Aber ganz Umbrien ist solidarisch und es wird Hilfe gebraucht“, sagt Claudia Wittmann.

Erlöse sollen gezielt älteren Menschen helfen

Sie denkt, auch in Rücksprache mit der Bürgermeisterin von Tuoro, dass die Erlöse der Benefizveranstaltung gezielt älteren Betroffenen zugute kommen sollten. „Damit sie sich angesichts ihrer knappen Rente Dinge für das tägliche Leben kaufen können, zum Beispiel Bettwäsche“, erklärt sie gegenüber der OP.

Die Stadt Amöneburg ist Partner der Benefizveranstaltung. Plettenberg ist sicher, dass das Geld direkt bei den Betroffenen ankommen wird, gerade aufgrund der vielen direkten und persönlichen Verbindungen nach Tuoro und der Region. Beim Martinsmarkt am Donnerstagabend hat er unter anderem auch für die Veranstaltung geworben. Eine Voranmeldung sei zwar wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich, sagt Claudia Wittmann.

Reservierung, Anmeldungen und weitere Informationen gibt es unter den Rufnummern 06422/850864 (Brücker Mühle), 06425/3423040, E-Mail ganzheitlich­leben@outloook.de.

von Michael Rinde

Michael Rinde

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