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Diesmal hat das Butzche Flügel

400 Schweinsberger feiern Fasching Diesmal hat das Butzche Flügel

„Butzche laaf“ hieß es zum 24. Mal lautstark im Bürgerhaus, wo der SV Schweinsberg seinen mehr als 400 Gästen wieder ein umfangreiches Faschingsprogramm vom Feinsten bot.

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Die 400 Besucher hatten in Schweinsberg riesigen Spaß am närrischen Treiben auf der Bühne, das unter anderem, von Tanzmariechen Carolin Birk (links) und Monika Metz und Michael Schneider gestaltet wurde.
Fotos (3): Heiko Krause

Quelle: Heiko Krause

Schweinsberg. Passend zum Schweinsberger Karnevalsruf war das bekannte Schweinchen, liebevoll handgearbeitet auch das Motiv des aktuellen Ordens. Mit Flügeln, wie Sitzungspräsidentin Claudia Umbeck betonte, damit das Butzche angesichts der kurzen Kampagne auch schnell genug ist.

Bereits kurz nach Einlass füllten sich die Reihen, eigentlich ein Wunder angesichts gefährlich anmutender Gestalten an der Kasse, die doch sehr an Krieg der Sterne oder Ähnliches erinnerten. Aber spätestens zum großen Einmarsch des Elferrats war die Stimmung auf ihrem ersten Höhepunkt.

Bevor das bunte Programm so richtig durchstartete, ließ es sich Claudia Umbeck mit dem Elferrat nicht nehmen, den langjährige Aktiven Adolf Fleischhauer mit Blumen zu ehren und zu verabschieden. Bis 2012 war der Ortsvorsteher auch seit 22 Jahren als Protokoller ein fester Bestandteil des Programms. „Es habe ihm immer Spaß gemacht, sagte Fleischhauer, „und der Applaus ist der Lohn für jeden Narren“, und davon bekam er zum Abgang einigen.

Den Reigen eröffnete Tanzmariechen Carolin Birk vom gastgebenden Verein. Das zweite Mal hatte sie ihren großen Auftritt und bei den zahlreichen Sprüngen, Pirouetten und Spagaten war von Nervosität keine Spur. In der Nachfolge des Protokollers berichteten Monika Metz und Michael Schneider aus dem Dorfleben. Sie parodierten dabei eine Hotline für Kinder, doch die Eingeweihten erkannte hinter den Fragen der Kleinen den ein oder anderen Bekannten.

Anschließend debütierte ein neues Tanzpaar auf der Faschingsbühne. Für den selbst choreografierten Auftritt des „Schweesborcher Showtanzpaars“ Carolin Birk und Denise Umbeck gab es tosenden Applaus.

Für die Büttenrede sorgte Steffen Seeger, der in humorvoller Weise über die Problemchen des Älterwerdens aus Sicht eines frisch gebackenen Fünfzigers berichtete. Fehlen durfte natürlich nicht der Gastauftritt des FCKK aus Stadtallendorf mit Prinzenpaar und Showteil. Weitere Gäste waren die „Ladykracher“ aus Dannenrod, die Garde aus Neustadt/Aisch, die Hot Chili´s aus Erfurtshausen und die „Queen Mums“, die afrikanischen Showtanz zeigten. Dazwischen sorgten die einheimischen jungen Leute als „Remember“ mit gekonnt choreografiertem Modern Dance für Stimmung.

Je länger das gut vierstündige Programm dauerte, desto mehr kochte der Saal. Das war aber kein Wunder, denn die Schweinsberger zeigten, dass es im Ort unglaublich viele karnevalsbegeisterte Gruppen gibt, die viel Zeit in ihren Auftritt investieren. Im zweiten Teil des Abends präsentierten sich die Pferdefreunde unter dem Motto „Montagne de Porco“ mit einer witzigen Parodie auf die Lieder der Berliner Country-Pop-Band „The Boss Hoss“. Was los ist, wenn im Himmel die Hölle los ist, zeigte der Robinson Club, und eine Gruppe Schweinsberger junger Leute präsentierte „Out of the Dorf“, eine etwas andere Version von Rotkäppchen.

Nach der argentinischen Show der „Pink Peppers“, die mit fantasievollen Kostümen die Bühne enterten, und den „Pig-mountain-city-dancers“ die diesmal als Bauarbeiter in Aktion traten, sorgte das Männerballett der Hupfer aus Neustadt Aisch vor allem bei den Damen noch einmal für Entzücken, bevor die „Schweesborcher Wätz“ auf ihre eigene Art Afrika auf stimmungsvollste Art darboten. Es war wie in jedem Jahr, kein Auge blieb trocken, es wurde alles geboten, was das karnevalistische Herz begehrt.

von Heiko Krause

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