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Die vielen Proben haben sich gelohnt

Kunst- und Kulturtage Die vielen Proben haben sich gelohnt

Nach den Riesenerfolgen der vergangenen beiden Jahre schafften es die Akteure des Kindergartens St. Michael mit ihrem Theaterstück diesmal sogar, den großen Saal der Stadthalle mit Besuchern zu füllen.

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Seppel (Katja Ittermann, von links), Kasperl (Angela Kloster), Großmutter (Monika Jüngst), Gretel (Rita Feldpausch), Dimpfelmoser (Olga Bier) und Konrad (Ivonne Tobon) begeisterten mit ihren Auftritten ebenso wie Irene Schneider als Räuber Hotzenplotz.

Quelle: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Mehr als 500 große und kleine Besucher kamen, um zu sehen, wie die spannende Geschichte vom Räuber Hotzenplotz - der bei der Aufführung des vergangenen Jahres ja erfolgreich gefangen worden war - wohl weitergeht. Während der Kunst- und Kulturtage standen die theaterbegeisterten Erzieherinnen und aktuelle sowie ehemaligen Eltern aus dem Kindergarten St. Michael bereits zum dritten Mal auf der Bühne. In fast der gleichen Zusammensetzung wie im Vorjahr begeisterten sie das Publikum mit „Wer sitzt denn da im Spritzenhaus? Neues vom Räuber Hotzenplotz“.

Nachdem die Akteure in den vergangenen Jahren je zweimal den kleinen Veranstaltungssaal mit Zuschauern gefüllt hatten, zeigten sie ihr Stück jetzt erstmals im großen Saal und auf der großen Bühne der Stadthalle. Allroundtalent, Erzieherin Monika Jüngst, hatte nicht nur den Text bearbeitet, umgeschrieben - und dafür ihren Urlaub geopfert -, sondern auch für perfekte Masken und detailverliebte Kulissen gesorgt.

Seit Februar wurde geprobt

Im Februar hatten die neun Akteure mit den Proben begonnen. „Theaterspielen macht einfach Riesenspaß, nimmt aber auch viel Zeit in Anspruch und die Kollegen mussten Unterstützung leisten, obwohl wir viel neben der Arbeit gemacht haben“, erzählte Monika Jüngst. „Unzählbar“ seien die Stunden der Vorbereitung gewesen. Sie probten an etlichen Wochenenden und allein im April 20-mal jeweils zwei Stunden lang. Und jedes Mal mussten sie dafür die Kulissen auf- und wieder abbauen. Eine enorme Arbeit, schließlich musste mit Beginn des morgendlichen Kindergartenbetriebs alles wieder weggeräumt sein.

„Wir machen das für die Kinder - und es macht einfach Riesenspaß zusammen“, erklärte Olga Bier. Das findet auch Irene Schneider: „Wir wollen damit andere Menschen erfreuen und hoffen dabei auch, dass etwas für den Kindergarten übrig bleibt.“

Vorschulkinder stellten einzelne Rollen vor

Schneider stand auch in diesem Jahr als Räuber Hotzenplotz auf der Bühne. Die Rolle ist ihr wahrlich auf den Leib geschrieben. Wie schon im vergangenen Jahr verstand sie es erneut meisterhaft, über die Bühne zu stampfen und mit einer Mischung aus Ungeschick, Wut und humorigen Einlagen den Kindern schnell die Angst vor dem „bösen“ Räuber zu nehmen. Bevor der Vorhang aufging, hatten die Vorschulkinder des Kindergartens und Erzieherin Christel Rohm-Naumann dem Publikum die einzelnen Rollen vorgestellt. Erstmals stand in Alexandra Kloster als „Wasti“ eine Grundschülerin mit auf der Bühne.

Zur Geschichte: Nach seiner Gefangennahme kann der im Spritzenhaus eingesperrte Räuber Hotzenplotz den inzwischen zum Oberwachtmeister beförderten Dimpfelmoser zum Aufsperren des Spritzenhauses bewegen und entkommen. Nachdem er 14 Tage bei Brot und Wasser verbracht hat, macht sich der Räuber erst einmal hungrig über Großmutters Sauerkraut und Bratwürstchen her. Eine List, den Räuber wieder mit Hilfe einer fingierten Schatzkarte ins Spritzenhaus zu locken, scheitert. Stattdessen werden Kasperl, Dimpfelmoser und Seppel selbst dort eingesperrt. Ihnen gelingt es zu entkommen, doch inzwischen hat der Räuber die arme Großmutter entführt.

Auf der Bühne begeisterten in weiteren Rollen: Monika Jüngst als Großmutter, Ivonne Tobon als Konrad, Angela Kloster als Kasperl und Katja Ittermann als Seppel. Einrichtungsleiterin Rita Feldpausch stand erneut als blonde Gretel der Großmutter beiseite. In die Rolle von Oberwachtmeister Dimpfelmoser war Olga Bier und Christel Rohm-Naumann in die von Frau Schlotterbeck geschlüpft.

von Karin Waldhüter

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