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Verwaltung und Parlament haben sich auf eine Variante eines Fußund Radweges zwischen dem DAG-Gebiet und dem Freibad festgelegt. Der Wegebau könnte im nächsten Jahr erfolgen.

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Der geplante Rad- und Fußweg wird parallel zur Kreisstraße 92 verlaufen. Archivfoto: Rinde

Stadtallendorf. Vor etwas mehr als einem Jahr hatte sich der Bauausschuss schon einmal intensiv mit dem Thema Fuß- und Radweg an der Ferrero-Umgehung auseinandergesetzt - und klargemacht, dass er mit den ersten Planungen nicht zufrieden war (die OP berichtete). Jetzt haben Planungsbüro wie auch Stadtverwaltung eine weitere Variante ausgearbeitet. In seiner jüngsten Sitzung hat sich das Stadtparlament festgelegt, zuvor waren beide Versionen im Bauausschuss ausführlich erörtert worden.

Es entsteht ein rund 800 Meter langer kombinierter Rad-Wanderweg, so die offizielle Bezeichnung, der an den bestehenden Weg anschließt und parallel zur Kreisstraße 92 verläuft. Er wird bis an die Waldstraße heranführen. Von dort werden es nur noch wenige Meter bis zum Freibad und dem Heinz-Lang-Park sein. Damit wird ein Wunsch vieler Bewohner des DAG-Gebiets erfüllt. Zumindest Fußgänger fühlten sich „abgehängt“, seit die Verbindung über die alte Rheinstraße nach dem Straßenneubau nicht mehr existiert (die OP berichtete mehrfach). Unter anderem hatten Eltern beklagt, dass es für ihre Kinder nun deutlich schwieriger geworden ist, von ihrem Zuhause im DAG-Gebiet zu Fuß in die Stadt zu kommen.

Bis zum Bau wird es aber noch etwas dauern. In diesem Jahr erfolgen Feinplanung und Genehmigung. Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) hält es für möglich, dass im Frühjahr mit dem Wegebau begonnen werde könnte. Für die Planungen und das Genehmigungsverfahren stehen 110000 Euro bereits im Haushalt 2015. Die jetzt gewählte Variante hätte den Charme, dass die Stadt auf die geschätzte Bausumme von 206000 Euro einen Zuschuss zwischen 30 und 60 Prozent bekommen könnte. Dieser Zuschuss käme aus dem Etat des „Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes“. Ob Stadtallendorf das Geld bekäme und vor allem wann, das muss jetzt noch im Detail geprüft werden. Eine andere Variante der Wegeführung ist nun definitiv aus dem Rennen: Dieser Weg hätte die bestehende Verbindung zwischen der Kinzigstraße und der Ferrero-Umgehung genutzt. Dieses Wegstück hatte die Stadt seinerzeit auf eigene Kosten bereits mit einer Straßenbeleuchtung versehen, weil Fußgänger wie Radfahrer massive Beschwerden über diese „dunkle Ecke“ geäußert hatten. Bei dieser Wegeführung wäre der bestehende Gehweg an der Rheinstraße für Radfahrer verbreitert worden. Außerdem hätte der Waldweg eine Asphaltdecke erhalten. Aber er wäre unter anderem weiterhin als Forstweg genutzt worden. Zwar wäre diese Planung mit einem geschätzten Betrag von 154000 Euro kostengünstiger. Doch es gäbe keine Förderung. Zudem hat die Realität gezeigt, dass Fußgänger auf dem Weg vom DAG-Gebiet in die Stadt und in umgekehrter Richtung lieber die Bankette der vielbefahrenen Kreisstraße 92 nutzen als den Umweg über den Waldweg und die Kinzigstraße zu wählen. Gänzlich unproblematisch ist die jetzt beschlossene Wegeführung aber auch nicht. Denn es gilt, an der ein oder anderen Stelle bis zu acht Prozent Steigung zu überwinden, zumindest bei dem jetzigen Geländeprofil. Geringfügig lässt sich das noch verbessern. Allerdings liegt parallel zur Straße eine Folie im Boden, die bei Unfällen ausgetretene Schadstoffe stoppen soll. Diese Folie dürfe nicht verletzt werden, ansonsten stiegen die Kosten, sagte Somogyi gegenüber der OP.

Im Stadtparlament gab es keine inhaltliche Diskussion über die Variantenauswahl, die Entscheidung fiel einstimmig.

von Michael Rinde

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