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Die nächsten naturnahen Projekte sollen folgen

Die nächsten naturnahen Projekte sollen folgen

Kinderwald, Baum-des-Jahres-Gatter, Naturlehrpfad - die Verbundenheit der Mengsberger zur Natur wird durch zahlreiche Projekte sichtbar. Nun sollen weitere folgen.

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Burkhard Stern präsentiert eine der Tafeln, durch die sich Gäste im Golddorf orientieren können.Fotos: Florian Lerchbacher

Mengsberg. Es dauert noch etwas mehr als zwei Wochen, dann kommt die Jury des Europäischen Dorferneuerungspreises nach Mengsberg. Einmal mehr putzt sich das Golddorf für hohen Besuch heraus und setzt alles daran, am Mittwoch, 4. Juni, ab 16 Uhr die Gäste zu beeindrucken. Die Planungen laufen allerdings weit über diesen Termin hinaus.

Bereits klar ist, dass sich die geplante Spielscheune (die OP berichtete) bis zu diesem Stichtag keinesfalls umsetzen lässt -dennoch ist sie natürlich ein Projekt, mit dem sich bei der Jury punkten lässt. Es gibt aber noch weitere Anliegen - die zwar weitaus kleiner sind, das Dorf allerdings voranbringen.

Der Heimat- und Verschönerungsverein hat ein computergestütztes System mit Wegweisern und Informationstafeln in verschiedenen Ausführungen zur Ausschilderung der Gemarkung und der Wegweiser erarbeitet. So können sich Gäste, die Mengsberg seit dem Gewinn der Goldmedaille bei „Unser Dorf hat Zukunft“ vermehrt verzeichnet, problemlos zurechtfinden. Neben Richtungs- und Entfernungsangaben enthalten die Schilder und Tafeln nämlich Angaben zu Standort, Höhe, GPS-Koordinaten und Flurbezeichnungen.

Außerdem stimmten die Mitglieder des Vereins während der Jahreshauptversammlung den Plänen zur Übernahme der freiwerdenden Fischereirechte an der örtlichen Welzebach zu. Über Patenschaften und Aktionstage soll das Gewässer Bestandteil des Mengsberger Lebens werden: „Fischerei- und naturinteressierte Menschen sind zur Mitarbeit herzlich eingeladen“, betont Burkhard Stern, der zweite Vorsitzende des Vereins. Zudem haben die Heimatverschönerer vor, durch verschiedene Beweidungsformen den ursprünglichen Vegetationsstand der Wacholderheide am „Roten Berg“ wiederherzustellen. „Wir planen, Ziegen, Rinder, Pferde, Esel und Schafe zur Beweidung einzusetzen“, sagt Stern und hebt hervor: „Dabei kommt uns natürlich entgegen, dass es für die Tiere im Tal direkt eine Quelle gibt.“

Bei all den positiven Nachrichten gibt es im Verein aber auch noch einen Wermutstropfen: Der Vorstand habe beschlossen, in diesem Jahr auf die Ausrichtung der Ferienspiele zu verzichten. „Nicht nachvollziehbare Kritik ortsfremder Personen“, gibt Stern als Grund an - zum Beispiel sei kritisiert worden, dass vor Ort Bierbänke und ein Kühlwagen gestanden hätten. Es habe allerdings intensive Diskussionen im Verein gegeben, ergänzt der zweite Vorsitzende. Ziel sei es, sich mit anderen Vereinen zusammenzutun und über Art und Umgang der Ferienspiele zu beraten, „damit diese in diesem Jahr doch noch stattfinden können“.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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