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Die letzten Besucher müssen stehen

Weihnachtskonzert der AWS Die letzten Besucher müssen stehen

Sowohl Qualität als auch Quantität der Sängerinnen, Sänger und Instrumentalisten ließen das 15. Weihnachtskonzert der Alfred-Wegener-Schule am Donnerstagabend in der Kirchhainer Stadtkirche zu einem großen Erfolg werden.

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Singend und musizierend spielten sich die Jungen und Mädchen der Bläserklasse G5c in die Herzen des Publikums.

Kirchhain. 1999 hatte die damalige Schulleitung das Konzert gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde ins Leben gerufen. Organisiert vom Fachbereich Musik der Schule unter der Leitung von Anna Keßler, Katrin Handstein, Thorsten Mihr und Michael Korte wurden dabei die musikalischen Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler in ihrer ganzen Vielfalt sichtbar. So war es kaum verwunderlich, dass die Kirchhainer Stadtkirche am Donnerstagabend wie in den vergangenen Jahren wieder restlos gefüllt war. Für die letzten Besucher gab es nur noch Stehplätze.

Für den Hausherren, Pfarrer Rainer Wilhelm, waren die rund 800 Besucher, die sich im Innenraum und auf der umlaufenden Empore der Stadtkirche drängten, ein erhebendes und gleichzeitig seltenes Erlebnis. „Wir sind gerne Eure Gastgeber. Die Kirche ist wunderbar voll“, freute sich der Pfarrer.

Fast zwei Stunden lang unterhielten etwa 200 Schülerinnen und Schüler mit Musik zur Weihnachtszeit ein am Ende vollends begeistertes Publikum. Weniger langsame und getragene Weihnachtslieder, dafür mehr moderne und frische Songs aus n Stilrichtungen Rock, Pop und Jazz kündigte Michael Korte den Besuchern an. Und sie wurden nicht enttäuscht. Den Anfang machten die Kinder der Bläserklasse G5c in ihren nagelneuen knallroten Schul-T-Shirts, die erst seit September zusammen musizieren. Was sie in dieser kurzen Zeit einstudiert hatten, konnte sich wahrlich hören lassen.

Einen hervorragenden Eindruck hinterließen die „Four Voices“ Noelle Behr, Jenifer Weilacher und Felix Wilms mit Johanna Wagner am Piano. Besonders Felix Wilms beeindruckte die Besucher bei dem „Oh ­Holy Night“ mit seiner kraftvollen und doch warmen und angenehmen Stimme.

Eine bunte Mischung aus Schülern, Lehrern, ehemaligen Schülern und Eltern bildet den Chor „All Inclusive“. Der animierte die Besucher mit dem „Allelujah“ zum rhythmischen Klatschen.

Zahlenmäßig erwies sich die „Mini Big Band“ bereits als eine Mega Band. Sie entführte das Publikum unter der Leitung von Bernd Hampel mit einem Medley quer durch fast alle bekannten Weihnachtslieder aus aller Welt. Die Begeisterung seiner Arbeit mit den jungen Musikern war dem Dirigenten dabei deutlich anzumerken.

Ein dickes Lob erhielten die neun Schüler von der Technik-AG oder der „Sound and Light Crew“, wie sie sich selber nennen. „Ohne euch wäre das Konzert gar nicht möglich“ dankte Michael Korte.

Den krönenden Abschluss des Konzertes setzte die AWS-Big Band mit „Herald Angel Swing“ und mit dem gemeinsam ge­sungenen „Ihr Kinderlein kommet“.

Den Erlös der Kollekte am Ende der Veranstaltung will die Schule zu 25 Prozent an die evangelische Kirchengemeinde zur Deckung der Kosten und den Rest den zwei Kinderdorf-Projekten „St. Boniface-anbaham“ in Indien spenden. Dort erhalten derzeit 800 Kinder aus allerärmsten Verhältnissen eine fundierte schulische Ausbildung. Die Schule ist im Aufbau begriffen und soll zukünftig bis zu 1200 Schüler aufnehmen.

von Alfons Wieber

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