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Die ersten Mauern stehen schon

Bauhofsneubau Die ersten Mauern stehen schon

Jetzt kommen wir an das richtige Bauen“, bringt es Sigrid Waldheim auf den Punkt. Sie meint damit Stadtallendorfs Großprojekt Baubetriebshof, das an der Niederrheinischen Straße entsteht.

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Ein Blick auf das künftige Gelände des Bau- und Wertstoffhofes: Die ersten Hallen entstehen.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Startschuss war im April. Inzwischen wachsen die Mauern der neuen Gebäude und Hallen des gemeinsamen Baubetriebshofes von „Dienstleistungen und Immobilien“ und Stadtwerke in die Höhe. Etwas unterhalb des eigentlichen Bauhofsgeländes läuft das Wasser in das neue Regenrückhaltebecken. Es ist das erste Element des gesamten Großprojektes, das bereits in Betrieb ist. Es ist an das verlegte Drainagesystem angeschlossen, künftig fließt dorthin auch das Wasser der Dächer der Neubauten.

Sigrid Waldheim, Leiterin des Eigenbetriebs „Dienstleistungen und Immobilien“ und Projektleiterin Susanne Fritsch gehen im Augenblick davon aus, dass der gesamte Neubau bis Ende nächsten Jahres, Anfang 2016 komplett fertig sein wird. Damit liegt das Vorhaben am Ende genau im bisher letzten Zeitplan. Die Verzögerungen hatte es beim Start gegeben, als das Altlasten-Problem auf der Fläche eines früheren Schrottplatzes bei der Stadt zu einem sehr ernsten Thema wurde.

"Bodenmanagement" ist zu weiten Teilen gelaufen

Die Altlasten in der Erde haben die Stadt dazu gezwungen, sämtlichen ausgehobenen Boden zwischenzulagern und Proben nehmen zu lassen. Dieses „Bodenmanagement“ ist inzwischen zu weiten Teilen gelaufen. „Nach dem, was wir jetzt überblicken können, sind wir auch kostenmäßig in dem kalkulierten Rahmen geblieben“, sagt Projektleiterin Fritsch. Aber: Sämtlicher Boden war belastet und darf nicht wieder verbaut werden.

Die Halden auf dem ehemaligen TNT-Zwischenlager werden nun Zug um Zug auf geeignete Deponien gebracht. Insgesamt seien die Belastungen nicht höher als erwartet ausgefallen. „Die Altlasten waren aber möglicherweise breiter verstreut als gedacht“, erläutert Fritsch. Sigrid Waldheim berichtete unter anderem von Baumstümpfen, bei denen sich Kabel an den Wurzeln fanden. Durch das Bauhofsprojekt wurde also auf diesem Gelände zugleich auch „Boden gutgemacht“.

Gleich nach Baubeginn hatte es eine Kostensteigerung gegeben, die wohl auch nicht mehr auszugleichen sein wird. Seinerzeit ging es um rund 348000 Euro Mehrkosten. Inzwischen sind fast alle großen Gewerke für die Hallen vergeben. „Im Moment sieht es so aus, dass wir den Kostenrahmen von rund 5,9 Millionen Euro einhalten werden“, erklärt die Betriebsleiterin im Gespräch mit dieser Zeitung. Die großen Gewerke seien bei den Ausschreibungsergebnissen unter den kalkulierten Beträgen geblieben. Im Augenblick sei sogar ein leichter finanzieller Puffer entstanden. Das Planungsbüro hat in Absprache mit den Bauherren auch noch Sparpotenziale gefunden, etwa bei der Dachkonstrukution. Der Bauhofsneubau wird über Kredite finanziert. Über eine Million Euro sind bereits ausgegeben worden. Aufträge für weitere vier Millionen Euro sind vergeben worden.

von Michael Rinde

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