Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Die ersten Maschinen stehen bereits

Bauhofsneubau Die ersten Maschinen stehen bereits

Nur noch wenige Wochen, dann sind die rund 20 Mitarbeiter des Baubetriebshofs und die 6 des Betriebshofs der Stadtwerke umgezogen.

Voriger Artikel
Mikà holt die erste Torte
Nächster Artikel
Ein parteiloser Bürgermeister mehr im Kreis

Die Maschinen der Schreinerei des Baubetriebshofes stehen schon in ihrer neuen Halle. Sie werden in den nächsten Tagen angeschlossen.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Mit der Einweihung der neuen Bauhofsgebäude Anfang Februar enden viele Provisorien. Eine ganz wichtige Verbesserung: Für die Mitarbeiter des Baubetriebshofes gibt es dann auch zeitgemäße Sozialräume.

Erste Maschinen stehen bereits, die Schreinerei ist schon umgezogen. Material, das noch benötigt wurde, lagern die Bauhofsmitarbeiter jetzt nur noch auf dem neuen Gelände ein.

Das künftige Salzlager ist bereits gut gefüllt, 200 Tonnen Streugut stehen dort bereit. Aktuell versorgt sich das Winterdienstteam aber noch aus einer bei der Bundeswehr gemieteten Halle. Der Winterdienst wird auf den Umzug möglicherweise noch Einfluss haben. „Bisher hatten wir ja Glück“, sagt Bauhofsleiter Jürgen Henkel bei einem kleinen Rundgang mit der OP.

Beheizte Räume bringen Vorteile

Ganz fertig ist das Areal auch noch nicht. Am künftigen Wertstoffhof der Stadtwerke parken derzeit Baumaschinen, in einer Halle stehen noch Paletten mit Pflastersteinen statt Bauhofsfahrzeugen. Diese Halle ist künftig beheizt. Jürgen Henkel erklärt, was das für seine Mitarbeiter schon sehr bald bedeutet: Bisher parken die Winterdienstfahrzeuge im Freien oder in einem Unterstand auf dem bisherigen Gelände in der Niederrheinischen Straße.

Sie müssen nach Winternächten erst „aufgetaut“ werden. Mitunter waren bisher sogar die Türen festgefroren, insbesondere, wenn die Lastwagen am Abend vorher nach dem Einsatz noch gereinigt wurden. „Diese Probleme haben unsere Mitarbeiter in Zukunft nicht mehr“, freut sich Henkel. Zumal es künftig eine Waschhalle gibt, in der die Fahrzeuge insbesondere während der Wintermonate gereinigt werden.

Aber auch im kleineren Maßstab gibt es Verbesserungen für das Bauhofteam und seine tägliche Arbeit. Seit langem sind Material und Maschinen auf mehrere Orte verteilt, manches muss derzeit dort abgestellt werden, wo grade Platz ist.

Fatale Folgen für Rohrleitungen?

Fahrzeiten zu gemieteten Hallen sind bald Vergangenheit. „Mitunter musste ich auf der Suche nach einer Maschine feststellen, dass sie zwischenzeitlich an einen anderen Ort gebracht wurde“, sagt Stephan Runge, stellvertretender Bauhofsleiter. Alle verschiedenen Abteilungen, von den Werkstätten bis zur Mähkolonne, haben auf dem neuen Areal ihre festen Lagerplätze und Arbeitsbereiche. Daran war bisher nicht zu denken.

Seit 1989 steht der bald vollendete Neubau in Stadtallendorf auf der Agenda, immer wieder musste das Projekt hinter anderen Investitionen im Stadtgebiet zurückstehen.

Bei den Stadtwerken wird der Umzug in den nächsten Wochen ebenfalls vonstatten gehen. Die sechs Mitarbeiter des Betriebshofes werden das parallel zum Tagesgeschäft schaffen müssen. „Das ist in der Tat eine Herausforderung, gerade jetzt, in der Zeit, in der sich Rohrbrüche wieder mehren werden“, sagt Armin Immel, stellvertretender Betriebsleiter der Stadtwerke. Rohrbrüche treten bei Wechseln zwischen Plusgraden und Frost häufiger auf, weil es zu Setzungen im Erdreich kommt. Das kann fatale Folgen für Rohrleitungen haben.

Wertstoffhof öffnet ab Februar an früherer Stelle

Im Januar finden die Stadtallendorfer den in der Region als vorbildlich geltenden Wertstoffhof noch an seinem Übergangsstandort in der Oderstraße. Ab Februar, so ist es im neuen Abfallkalender auch vermerkt, öffnet dann der „neue“ Wertstoffhof am früheren Standort in der Niederrheinischen Straße.

Am Ende ist der jetzige Neubau aber auch eines der beiden teuersten Projekte, die die Stadt in den vergangenen Jahren gestemmt hat. Rund 6,12 Millionen Euro wird der Bau kosten, das sind noch einmal etwa 200000 Euro mehr als zuletzt kalkuliert. Ins Geld ging dabei auch die Altlast, die sich auf dem Baugelände fand (diese Zeitung berichtete). Doch das neue Gelände ist für die nächsten Jahrzehnte ausgelegt und bei Bedarf gibt es auch noch Erweiterungsmöglichkeiten, je nachdem, wie sich die Stadt und die Aufgaben von Stadtwerke und Baubetriebshof entwickeln werden.

von Michael Rinde

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr