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Die ersten 150 Flüchtlinge sind da

Notunterkunft in Stadtallendorf Die ersten 150 Flüchtlinge sind da

Gegen 4 Uhr am Sonntagmorgen trafen die ersten Flüchtlinge in der Notunterkunft auf Stadtallendorfer Bundeswehrgelände ein. Weitere 250 Menschen sind derzeit angekündigt. Ihre Versorgung ist sichergestellt.

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Am Samstag bauten Helfer und Soldaten bis spät in die Nacht Zelte für Flüchtlinge auf.

Quelle: Nadine Weigel

Stadtallendorf. Rund 600 ehrenamtliche Helfer aller Hilfsorganisationen im Kreisgebiet. haben, eingeteilt in Schichten zusammen mit 50 Bundeswehrsoldaten die neue Notunterkunft auf einer Fläche neben der Bundeswehr-Turnhalle am Samstag aufgebaut (die OP berichtete online). Viele hätten bis zur völligen Erschöpfung gearbeitet, sagt Kreissprecher Stephan Schienbein. Alles stand bereit, als gegen 4 Uhr in der Nacht die ersten rund 150 Flüchtlinge eintrafen. Sie kamen aus München, von wo sie zunächst mit Bussen zunächst nach Gießen in die Erstaufnahmeeinrichtung gebracht wurden. Nach ihrer Registrierung ging ihre Reise weiter nach Stadtallendorf. „Sie sind müde und erschöpft, aber es geht ihnen gut“, sagte Schienbein am Sonntagvormittag gegenüber der OP. Die Menschen stammten aus Syrien, Pakistan und Afghanistan. Es handele sich um Familien, Männer, Frauen und Kinder. Dolmetscher kümmerten sich um die Kommunikation, Ärzte befinden sich bei Bedarf vor Ort. Betreuungszüge des Roten Kreuzes stellen die Versorgung der Menschen sicher.

Die Notunterkunft besteht aus 56 etwa 40 Quadratmeter großen Zelten und kann bis zu 750 Menschen aufnehmen. „Wir stellen uns darauf ein, dass diese Zahl im Laufe des Sonntags erreicht wird“, so Schienbein. Ob das so kommt, ist im Augenblick noch unklar. Fest angekündigt sind Busse mit etwa 250 weiteren Flüchtlingen, Stand Sonntag, 12 Uhr. Ausdrück lobte der Kreissprecher die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr während des Einsatzes.

Wie geht es in den nächsten Tagen vor Ort weiter? Der Katastrophenschutz des Kreises habe den Auftrag des Landes erfüllt. Ab Montag müsse das Land die Notunterkunft übernehmen. Das habe der Kreis auch entsprechend kommuniziert, erklärte Schienbein. Die Bundeswehr hatte am Wochenende bereits angekündigt, dass sie bei der Versorgung der Flüchtlinge unterstützt.

„Wir bemühen uns, die Unterkunft so schnell wie möglich zu übernehmen, um die Ehrenamtlichen, denen wir sehr dankbar sind, zu entlasten“, erklärte der Gießener Regierungspräsident Dr. Lars Witteck gegenüber der OP. Konkretere Angaben konnte Witteck aber am Sonntagvormittag noch nicht machen. Das Land hatte am Wochenende außer in Stadtallendorf auch zusätzliche Flüchtlingsunterkünfte an Standorten in Hessisch-Lichtenau, Wetzlar und Weilburg eingerichtet, wie Witteck berichtete.

Der Kreis bat am Sonntag erneut darum, von spontanen Hilfsangeboten abzusehen. "Wir werden in den nächsten Tagen schauen, was gebraucht wird und informieren", sagte Stephan Schienbein.

von Michael Rinde

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Regierungspräsident Dr. Lars Witteck rechnet damit, Stand Samstag, 15.30 Uhr, dass zunächst 150 Flüchtlinge im gerade entstehenden Zeltquartier in Stadtallendorf aufgenommen werden. Weitere 200 folgen möglicherweise im Laufe des Wochenendes.

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Feuerwehrleute und Bundeswehrsoldaten bauten das Flüchtlingscamp in Stadtallendorf auf. Foto: Nadine Weigel

600 Helfer des Katastrophenschutzes bauten mit 50 Soldaten eine Zeltunterkunft für rund 750 Flüchtlinge. Bis Sonntagabend kamen knapp 200 Menschen in Stadtallendorf an.

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