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Die besten Teams feiern zusammen

Landesentscheid Die besten Teams feiern zusammen

Weil sie den Landkreis Marburg-Biedenkopf so erfolgreich repräsentiert haben, lud die Kreisjugendfeuerwehr alle ­Teilnehmer des Landesentscheids ins Feuerwehrgerätehaus ein, auch um „Danke“ zu sagen.

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Kreisjugendfeuerwehrwartin Karina Gottschalk (fünfte von links) hatte den Kreisjugendfeuerwehrwimpel mitgebracht, der bis zum nächsten Jahr in Anzefahr bleibt. Foto: Karin Waldhüter

Anzefahr. Teamgeist, Zusammenhalt, ein hohes Maß an Engagement und Durchhaltevermögen zeichnen eine erfolgreiche Jugendfeuerwehrmannschaft aus. Das gilt in ganz besonderer Weise für diejenigen Mannschaften, die aufgrund ihrer hervorragenden Platzierungen beim Kreisentscheid den Landkreis beim Landesentscheid in Hungen vertreten durften.

Die Mädchengruppe aus ­Anzefahr hatte sich durch ihren Sieg beim Kreisentscheid zum zweiten Mal in Folge für den Landesentscheid qualifiziert. Von neun gestarteten Gruppen belegte die Gruppe beim Landesentscheid den siebten Platz. Innerhalb der Gruppenwertung Jungen/Gemischte Gruppen hatte sich beim Kreisentscheid die Mannschaft aus Anzefahr-Schönbach den Sieg geholt.

Die Jugendfeuerwehr aus Langendorf sicherte sich mit dem zweiten Platz ebenfalls die Teilnahme am Landesentscheid. Dort schaffte es die Mannschaft aus Anzefahr-Schönbach von 27 Startern auf den 16. Platz, gefolgt von Langendorf auf Platz 17. Den Sieg in der Staffelwertung hatte sich beim Kreisentscheid die Jugendfeuerwehr aus Rüdigheim geholt. Sie nahm zum dritten Mal in Folge am Landesentscheid teil und belegte dort von 21 Startern den neunten Platz.

Alle Teilnehmer des Landesentscheids, der im September stattfand, waren zu einem gemütlichen Beisammensein mit Grillen, Getränken und Gesprächen in das Feuerwehrgerätehaus Anzefahr eingeladen. Begleitet wurden die einzelnen Mannschaften von den Jugendfeuerwehrwarten Oliver Bieker aus Rüdigheim, Tabea Müller aus Langendorf und Simone Bonacker aus Anzefahr.

Die Kreisjugendfeuerwehrwartin Karina Gottschalk würdigte die Leistungen der Jugendlichen: „Ich bin sehr stolz auf Eure Leistung, es macht immer Spaß, einen Tag mit Euch zu verbringen“, sagte sie und lobte gleichzeitig das Engagement der Jugendwarte. Die bekamen als Dank für ihren Einsatz einen großen Applaus von ihren Mannschaften.

Was fasziniert die Jugendlichen an der Arbeit der Feuerwehr? „Es macht einfach Spaß und ich kann so schon mal einen Eindruck von der Arbeit in der Feuerwehr bekommen, erzählt der 17-jährige Andreas Kappel von der Jugendfeuerwehr Rüdigheim. Für ihn steht fest, im nächsten Jahr wechselt er in die Einsatzabteilung. „Die Aufgaben in der Feuerwehr sind interessant“, erzählt Janina Weil aus Anzefahr. Die 16-Jährige ist seit sieben Jahren Mitglied in der Jugendfeuerwehr und kam schon im Kindergartenalter in Kontakt mit der Feuerwehr. Helena Bonacker von der Jugendfeuerwehr Anzefahr betont weitere wichtige Aspekte. „Ich finde es interessant, dass man anderen Menschen helfen kann, man wird über Gefahren aufgeklärt und man lernt viele neue Freunde kennen“, sagt die 14-Jährige. Normalerweise treffen sich die Jugendlichen einmal in der Woche. Vor Wettbewerben kann es dann schon drei Mal in der Woche sein. „Vor dem Landesentscheid haben wir uns jeden zweiten Tag getroffen“, berichtet Julian Kraus, der ebenfalls Mitglied der Jugendfeuerwehr Anzefahr ist. Mitglied der Jugendfeuerwehr können alle Mädchen und Jungen ab dem zehnten Lebensjahr werden.

Karina Gottschalk nutzte die Veranstaltung, um auf die aktuelle Kampagne „1+1=2 gemeinsam stark“ (in Anlehnung an die bekannte Notrufnummer 112) der hessischen Jugendfeuerwehr hinzuweisen. Die Kampagne verfolgt das Ziel, eine lebendige, starke und attraktive Jugendfeuerwehrarbeit zu fördern. Mit den neu kreierten Comic-Helden „Captain Firefighter“ und dem „Hydro-Girl“ kommt die Kampagne mit trendigen Protagonisten ansprechend modern daher.

Mit einer Postkarte „Bring a friend“ können Mitglieder jetzt neue Mitglieder werben und beide erhalten ein Geschenk. „Wir wollen mit der Kampagne den leichten Abfall der Jugendlichen im Landkreis reduzieren und erreichen, dass die Jugendfeuerwehr eine starke Truppe bleibt“, so Gottschalk. Die Kampagne sei in der Gemeinde Weimar gut angelaufen; dort seien 23 neue Jugendfeuerwehrmitglieder geworben worden.

von Karin Waldhüter

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