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Die alten Recken kicken als Erste auf neuem Platz

Kunstrasen Die alten Recken kicken als Erste auf neuem Platz

Ein halbes Jahr der Bauarbeiten liegen hinter einigen Mitgliedern des SV Niederklein. Für sie war mit der feierlichen Einweihung des Kunstrasenplatzes ein besonderer Moment gekommen.

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Hartmuth Koch (von links), Karsten McGovern, Peter Bierschenk, Christian Somogyi, Klaus Größl, Bernd März, Peter Schmidt sowie Lothar Gersmann weihten den Kunstrasenplatz ein.Foto: Schick

Niederklein . Rund 50 Gäste waren erschienen, um sich ein Bild von der „Aufwertung des Sportgeländes“ zu machen. So zumindest bezeichnete Bürgermeister Christian Somogyi den neuen Platz, der sich in 60 Metern Länge und 28 Metern Breite direkt neben dem Rasenspielfeld erstreckt. An jenem Tag wandten sich Vorsitzender Klaus Größl und der zweite Vorsitzende Bernd März an den damaligen Bürgermeister Manfred Vollmer und trugen ihm ihr Vorhaben vor. „Das Gespräch nahm einen positiven Verlauf“, beschrieb Größl den Beginn einer arbeitsintensiven Zeit. Um den Bau überhaupt realisieren zu können, benötigte der Verein fachmännische Hilfe. Dabei stand ihnen der Diplom-Ingenieur Lothar Gersmann, der unter anderem auch bei den Arbeiten der Kunstrasenplätze in Schröck und Wittelsberg mitgewirkt hatte, tatkräftig zur Seite. Er kalkulierte die Gesamtkosten auf 193000 Euro. Größl hob bei der Einweihung das finanzielle Engagement der Stadt (105000 Euro) und des Landes (50000 Euro) hervor.

Exakt ein Jahr nach der Begegnung mit Vollmer erhielt der SV Niederklein die Baugenehmigung für den Kunstrasen vom Kreisbauamt. Sofort begannen erste Arbeiten rund um das dafür vorgesehene Gelände.

Bäume gerodet, Zufahrt gebaut

In mühsamer Eigenleistung beseitigten Vereinsmitglieder und Helfer Bäume und Wurzeln und schufen eine Zufahrt für die Baufahrzeuge. Erst dann konnte die Erde abgetragen, Fundamente für das Flutlicht gelegt und der Gummiboden eingerichtet werden. „Das Wetter bereitete uns einige Male Probleme“, gestand Größl. Umso glücklicher waren er und alle Beteiligten dann jedoch, als der Platz am 3. Juni fertiggestellt wurde. „Einzelne Helfer haben hier insgesamt mehr als 200 Stunden gearbeitet“, sagte Größl und würdigte besonders das Engagement der Altherren-Abteilung. Den Hauptnutzen vom Kunstrasen, so der 58-Jährige, werde die Jugendabteilung haben. Bürgermeister Christian Somogyi zeigte sich stolz über die Entwicklung und wusste ebenfalls das ehrenamtliche Engagement zu schätzen. „Dieser Platz ist die Voraussetzung für eine gute und attraktive Jugendarbeit“, betonte der 56-Jährige, der selbst schon als Jugendtrainer für den SV Niederklein gearbeitet hatte.

Auch Kreisfußballwart Peter Schmidt zollte den Niederkleinern seinen Respekt für die Umsetzung in einem solch kurzen Zeitraum. Er war sich sicher, dass dieses Bauprojekt „ein erheblicher Schritt zur Weiterentwicklung des Vereins“ sein werde. Niederkleins Pfarrer Peter Bierschenk segnete den Kunstrasenplatz, bevor es zum ersten Mal auf dem neuen Belag ernst wurde. Die Altherren belohnten ihren vorangegangenen Einsatz mit der ersten Partie in der Geschichte des Niederkleiner Kunstrasenplatzes. Im Anschluss fand der Dämmerschoppen statt. Die geplanten Jugendpartien wurden abgesagt: „Aufgrund der Hitze wollten wir das den Jungs nicht zumuten“ erklärte Klaus Größl.

von Yanik Schick

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