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Die Zwangspause endet am Sonntag

Erlensee Die Zwangspause endet am Sonntag

Nach aufwendigen Reparatur- und Bauarbeiten erstrahlt die Info- und Akustikstation am Naturerlebnis Erlensee in neuem Glanz und ist wieder voll funktionstüchtig.

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Das Naturerlebnis Erlensee ist nach fast einem Jahr Zwangspause wieder in seiner vollen Pracht zu genießen.Privatfoto

Kirchhain. Der Schock war groß und die Saison zwangsweise schlagartig vorbei, als ein Brandstifter im Juni des vergangenen Jahres an der Info- und Akustikstation gezündelt hatte. Inzwischen sind die Schäden beseitigt und Hörstationen, Stereolupen und Forschermaterial für Groß und Klein stehen Gruppen - ob Kindergärten, Schulklassen, Vereinen oder Betriebs- oder Familienausflügen - wieder zur Verfügung. Die Stadt Kirchhain hat die Brandschäden entfernen lassen und für defektes Mobiliar und Geräte Ersatz gestellt.

Am morgigen Sonntag geht es wieder los: Von da an bis einschließlich 19. Oktober ist die Station jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet und wird von einem orts- und sachkundigen Team aus Biologen und Naturkundlern betreut.

Im letzten Frühsommer hatte der Brand das Toilettenhäuschen und die rückseitigen Wände der Information im Naturerlebnis Erlensee zerstört und bereits auf das Dach übergegriffen. Nur dank feuersicherer Stahlschränke war das technische Inventar weitestgehend intakt geblieben. Jetzt können die Gäste wieder kleine Tiere durch Lupen beobachten, mit Ferngläsern auf die Pirsch gehen, Wasserproben untersuchen, eine Baumrallye mit verbundenen Augen unternehmen oder sich Fußmassage auf dem Barfuß-Zirkel gönnen. „Das Naturerlebnis Erlensee hält für jeden Geschmack und jeden Sinn etwas bereit“, betont Astrid Wetzel und kündigt an, dass dieses Jahr darüber hinaus einige Extra-Führungen und Veranstaltungen auf dem Programm stehen.

Am 4. Mai beteiligt sich das Naturerlebnis Erlensee wieder an den Naturschutzerlebnistagen. Natur- und Landschaftsführerin Astrid Wetzel bietet eine Veranstaltung mit dem Titel „Im Blätterrausch“ an. Sie begleitet die Gäste auf dem Baum-des-Jahres-Pfad rund um den Erlensee und hält „überraschende und spannende“ Geschichten zum Baum des Jahres 2014 - der Traubeneiche - bereit.

Für Pfingstsonntag, 8. Juni, planen die ehrenamtlichen Helfer eine Veranstaltung mit dem Titel „Unser Tag der Natur“. Sie stellen dann nicht nur den Baum und den Vogel des Jahres vor, sondern alle weiteren gekürten Tiere und Pflanzen, die sich in der Region Burgwald und im Marburger Land beobachten lassen.

Zum Saisonende im Oktober wird es ein „Spinnenspektakel“ geben, bei dem die Vielfalt der achtbeinigen Netzebauer und Jäger unter die Lupe genommen wird. Weitere Termine folgen.

„Das Naturerlebnis Erlensee bietet außerdem eine Vielzahl von Möglichkeiten für Projekte im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung“, sagt Wetzel, die im Erlensee-Team für die Betreuung von angemeldeten Gruppen verantwortlich ist. Kindergärten, Schulen und Berufsschulen könnten die Ausstattung der Info- und Akustikstation für ihre Projektwochen, einen Wandertag oder als außerschulischen Lernort im naturwissenschaftlichen Unterricht nutzen, betont sie.

Stefan Schulte, Regionalmanager des Vereins Burgwald-Ederbergland und der Amöneburger Robert Cimiotti, die das „Naturerlebnis Erlensee“ vor 15 Jahren als Leader-Projekt initiiert und mit Hilfe zahlreicher Partner und Sponsoren aus der Region realisiert hatten, sind sich einig: Das Miteinander von Naturschutz, Naturerleben und Naherholung machen das Gelände rund um den Erlensee zu einem attraktiven Ausflugsort für die Region Burgwald und das Marburger Land. Die blindengerechte Ausstattung der Station und der Infopfade rund um den See seien in dieser Art einmalig in der Region.

Kontakt: Region Burgwald-Ederbergland, Telefon 06423/541007; Stadt Kirchhain, 06422/8080.

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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