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Die "Verrückten" werden angemessen geehrt

Feuerwehren Die "Verrückten" werden angemessen geehrt

Im Mittelpunkt der zweiten Auflage des „Abends des Ehrenamtes“ der Freiwilligen Feuerwehren aus der Kernstadt und den Stadtteilen stand die ­Ehrung von langjährigen verdienten Mitgliedern.

Stadtallendorf. Im Ernstfall setzen sie ihr Leben für andere aufs Spiel - der Dienst in der Feuerwehr ist ein gefährliches Ehrenamt. Um den Einsatz verdienter Kameraden in einem besonderen Rahmen zu würdigen, fand im Foyer der Stadthalle zum zweiten Mal der „Abend des Ehrenamtes“ statt.

Zur feierlichen Übergabe der Brandschutzabzeichen, der Anerkennungsprämien, der Leistungsabzeichen und der Jugendflamme Stufe 3 waren knapp 100 Kameraden gekommen. Stadtbrandinspektor Ulrich Weber hatte zwei Leitsprüche gewählt: „Die Zeit sollte immer höchste Priorität haben“ und „Du bist ja feuerwehrverrückt“. Und zwar im positiven Sinne, sagte er und erklärte, dass dieser Satz schon einmal fallen könne, wenn Einsatzkräfte nach einem langen Arbeitstag noch den Ausbildungsdienst besuchten, das Wochenende für einen Lehrgang opferten oder mitten in der Nacht aus dem Bett springen, wenn die Sirene zum Einsatz ruft. „Von solchen Menschen lebt unsere Feuerwehr, von solchen Menschen profitiert unser Gemeinwesen“, hob er hervor. „Bedanken können wir uns dafür, dass wir nachts ruhig schlafen können, weil sie da sind“, lobte Bürgermeister Christian Somogyi und gab den Kameraden mit auf den Weg: „Denken sie daran, dass Sie in Zukunft gesund von den Einsätzen zurückkommen.“

Kreisbrandinspektor Lars Schäfer freute sich über die Idee, einen Abend des Ehrenamtes auszurichten. Für die Bevölkerung sei die Arbeit der Feuerwehr oft selbstverständlich, selten machten sich die Menschen Gedanken darüber, was dahinter stehe. „Der Landkreis ist stolz auf jeden Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau und besonders auf unsere Jugendfeuerwehr“, unterstrich er.

Dann übergab er die Jugendflamme 3, die es in Stadtallendorf erst seit wenigen Jahren gibt. Sie besteht aus drei Stufen, ist eine Ergänzung zur Leistungsspange und beinhaltet neben feuerwehrtechnischen Aufgaben auch Aufgaben aus dem Bereich Sport und Soziales.

Die Jugendlichen hatten dafür einen simulierten Schaumangriff vorgenommen sowie aus der vierteiligen Steckleiter einen Wassersack und eine Bockleiter für die Schachtrettung gebaut. Als soziales Projekt hatten sie die Deutsch-Polnische Feuerwehrwoche 2014 ausgearbeitet. Dieses Projekt führte zu einem Jugendaustausch mit der Jugendfeuerwehr Dziemiany.

Ehrungen:

Das Silberne Brandschutzehrenzeichen für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten: Torsten Sengelaub, Heiko Debus (beide Wolferode), Thomas Pönicke und Matthias Hoffmann (beide Kernstadt).

Das Goldene Brandschutzehrenzeichen für 40 Jahre Mitgliedschaft ging an: Reiner Schmidt (Hatzbach) und Maik Klein (Kernstadt).

Anerkennungsprämien erhielten: Torben Knoch aus Hatzbach (20 Jahre), Armin Trümner aus Erksdorf (30 Jahre) und Heinz Blum aus Schweinsberg (40 Jahre).

Das Leistungsabzeichen in Bronze erhielten: Alexandra Schlechter (Kernstadt), Ingo Heilmann (Schweinsberg), Christopher Weitzel (Kernstadt).

Leistungsabzeichen in Silber: Reiner Schmidt (Hatzbach).

Das Leistungsabzeichen in Gold: Christoph Bipp und Uwe Wiegand (beide Kernstadt).

Leistungsabzeichen Gold 5: Stefan Weitzel und Thorsten Storm (beide Kernstadt).

Jugendflamme 3: Milena Dibelius, Alexander Dibelius, Emanuel Tise, Steffen Schmeißer, Max Kleinert, Jan Trautwein, Kai Trautwein und Tobias Metz (alle Schweinsberg).

von Karin Waldhüter

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