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Die Tage des Lego-Kreisels sind gezählt

Umbau Die Tage des Lego-Kreisels sind gezählt

Aufgehoben ist nicht aufgeschoben: Die Stadt Kirchhain möchte im kommenden Jahr ihr größtes Verkehrsprojekt verwirklichen.

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Dieser provisorische Kreisverkehr bei Amöneburg soll im kommenden Jahr ausgebaut werden. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Das teilte Bürgermeister Jochen Kirchner am Montagabend während einer Sitzung des Kirchhainer Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr mit. Bei dem Projekt handelt es sich um den südlichen Stadteingang, der sei Jahren ein hinfälliges Bild bietet: Die Fahrbahnen der Straßen Untertor und Amöneburger Tor sind berüchtigte Holperpisten, die Brücke über die Ohm darf nur noch mit Tempo 50 überfahren werden und der provisorische Lego-Kreisel ist nicht gerade ein einladendes Entree in die beliebte Einkaufsstadt Kirchhain.

Schon vor drei Jahren wollte die Stadt den Kreisel ausbauen und die Straßen erneuern. Doch dann flatterten der Stadt die Förderbescheide für die Sanierung des Bürgerhauses und des Feuerwehrstützpunktes ins Haus. Zusätzlich ergab sich die Chance zum Ankauf von Bahngelände zur Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes, so dass zunächst alle Kirchhainer Investitionsmittel für diese drei Großprojekte gebunden waren.

Der Magistrat habe inzwischen beschlossen, Gelder für das Straßenbauvorhaben in den Haushaltsentwurf 2014 einzustellen. Anlass dazu sei die Absicht von Hessen Mobil gewesen, den provisorischen Kreisverkehr an der B-62-Schnellstraße 2014 auszubauen. An den geschätzten Ausbaukosten für den Kreisel in Höhe von rund 410000 Euro müsse sich Kirchhain mit einem Drittel beteiligen, erklärte der Kämmerer.

Jochen Kirchner stellte klar, dass das Unternehmen von der Genehmigung der Fördergelder abhängig sei. Insgesamt könne die Stadt mit einer Förderquote zwischen 65 und 80 Prozent rechnen. Auf die Förderliste für 2014 habe es die Stadt schon geschafft. Allerdings sei über die Verteilung der Fördergelder noch nicht entschieden worden.

Der Bürgermeister erwartet, dass unter Berücksichtigung der üblichen Förderquote ein für die Stadt zu tragender Anteil von 450000 bis 500000 Euro bleibt. Das ist ganz erheblich weniger, als der 2010 veranschlagte Gesamtbetrag von 2,5 Millionen Euro. Damals wollte die Stadt das gesamte Projekt allein stemmen, um die Hoheit über die Verkehrsregelung zu behalten. Die Stadt sollte während der Bauphase nicht für Monate von einer ihrer wichtigsten Verkehrsadern abgeschnitten werden.

Der Einstieg von Hessen Mobil verbilligt das Projekt ebenso, wie die Tatsache, dass der Unterbau der Straßen Amöneburger Tor und Untergasse laut Untersuchungen so gut ist, dass er nicht erneuert werden muss.

Die Vollsperrung sei unausweichlich, aber die Stadt werde alles tun, die Sperrung dieser Lebensader der Stadt so kurz wie möglich zu halten, erklärte Kirchner. Auf Anfrage von Olaf Hausmann (SPD) sagte der Bürgermeister, dass die Stadt das Projekt ohne die 2010 vorgesehene „Stundungsabrede“ (die ausführende Baufirma besorgt den notwendigen Kredit) finanzieren könne - notfalls gestreckt über zwei Haushaltsjahre.

von Matthias Mayer

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