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Die Schau mit Kuh, Huhn und Sau

Tag der Landwirtschaft Die Schau mit Kuh, Huhn und Sau

Es sind noch einige Wochen hin – doch den Termin sollten sich tier-, natur- und vor allem landwirtschaftsbegeisterte Menschen bereits vormerken: Am Sonntag, 3. Juli, ist großer Auftrieb beim Tag der Landwirtschaft.

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Quelle: Archiv /dpa

Amöneburg. „Es soll ein Tag sein, der Bevölkerung und Landwirte zusammenbringt“, sagt Kreislandwirt Frank Staubitz über den Tag der Landwirtschaft. Er und seine Berufskollegen wünschen sich Gespräche mit den Menschen. „Die Landwirte öffnen ihre Höfe gern, um in Kontakt zu kommen – so können die Verbraucher selbst entscheiden, wie es den Tieren geht und was Massentierhaltung ist und was nicht“, führte Staubitz während einer Pressekonferenz aus.

„Wir stehen schon frühmorgens auf, um unsere Tiere zu hegen und zu pflegen. Sie leben in luftigen Ställen, lassen sich an Massage-Maschinen das Fell bürsten, wenn sie wollen – die Haltungsbedingungen haben sich im Vergleich zu früher extrem verbessert“, ist der Kreislandwirt überzeugt. So gehe es den Bauern beim Tag der Landwirtschaft vor allem darum, ums Vertrauen der Verbraucher zu werben.

170 Aussteller auf zwei Hektar Fläche

Nach der ersten Schau 2014 mit damals 5000 Besuchern lädt der Landkreis gemeinsam mit dem Wasser- und Bodenverband Marburger Land sowie mit den Zuchtverbänden und vor allem den heimischen Landwirten am Sonntag, 3. Juli, von 10 bis 17 Uhr zum Tag der Landwirtschaft ein. Austragungsort ist das Gelände rund um die Hallen des Wasser- und Bodenverbands an der Amöneburg. Ein perfekter Platz für die Schau, finden die Ausrichter und verdoppeln die Ausstellungsfläche diesmal auf zwei Hektar.

Eingeplant sind bereits jetzt rund 170 Aussteller mit ihren Tieren und Landmaschinen. So wird der Hang unterhalb der Stadt Amöneburg und oberhalb des Amöneburger Beckens an eine Art Sammelplatz für eine heimische Arche der Nutztiere erinnern. Bienen, Geflügel, Schafe, Ziegen, Rinder, Lamas, Esel, Schweine und Kleintiere für den Streichelzoo sollen zu sehen sein.

Die Ausrichter versprechen Vielfalt für alle, die sich für Rassen und Züchtungen interessieren. Einen besonderen Schwerpunkt legen die Organisatoren diesmal auf die Pferde, hebt Dr. Helmut Otto, Leiter des Kreis-Landwirtschaftsamts, hervor.

Innovative Geräte kennenlernen

Was aus der Erde kommt, wie Nahrung daraus wird und welche Maschinen die Bauern dafür nutzen, auch darum geht es beim Tag der Landwirtschaft. Innovative Geräte werden vorgeführt, so etwa eine Pelettpresse, die Stroh auf ein Fünftel seiner Masse reduzieren kann, wie Helmut Otto ankündigt. Und dann können die Besucher auch einmal ins Erdinnere schauen. Wie das geht, erklärt Werner Metke, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbands Marburger Land: Ein mehrere Meter breites, langes und tiefes Loch wird ausgehoben.

Die Besucher können hineinsteigen und sich die verschiedenen Erdschichten genau anschauen und so die faszinierende Welt unter der Oberfläche kennenlernen. Mit Wurzelschichten, den Gängen der Regenwürmer und der Wasserführung in den verschiedenen Horizonten.

Auf Augenhöhe mit dem Erdreich

Bernhard Keil, Bodenschätzer der Oberfinanzdirektion, gibt dazu Erläuterungen. Spaß und echte Körpererfahrung verspricht eine Motorsäge, die durch die Tretkraft über ein Fahrrad betrieben wird. Unterschiedlichste Direktvermarkter aus dem Landkreis verköstigen die Besucher. Und der Kreisbauernverband bietet Hüpfburg, Schlepperparcours, Wettmelken und einen Streichelzoo für die Kinder an. 

Da Land- und Forstwirtschaft eng miteinander verbunden sind im Landkreis, nutzt die Forstbetriebsgemeinschaft Marburg-Kirchhain die Landwirtschaftsschau, um sich vorzustellen. Sie existiert als Zusammenschluss der Waldbesitzer in der Region bereits seit zehn Jahren. Die Besucher können sich über Holzproduktion und Jagd, Boden- und Wasserschutz im Wald sowie über den Wald als Erholungsraum informieren.

Beim Tag der Landwirtschaft nehmen auch die Jungzüchter ihren Platz ein. Sie zeigen, wie man Rinder und Kälbchen für Zuchtschauen vorbereitet. „Die Region ist sehr landwirtschaftlich geprägt – und auch deshalb haben wir eine so hohe Lebensqualität hier“, befindet Michael Plettenberg, Bürgermeister von Amöneburg, dessen Stadt zum zweiten Mal Gastgeber der großen Schau wird.

  • Anmeldung: Für Richtwettbewerbe und Rassedemonstrationen bei Pferden, Rindern, Schafen und Ziegen sowie für die Kälber­aufzucht- und Jungrindervorführwettbewerbe können sich Züchter noch bis zum 27. Mai anmelden. Weitere Informationen gibt es telefonisch bei Ute Ermentraudt (0160-4755171) oder Christopher Paul (0160-90603575).

von Carina Becker

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