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Die Sanierung und der Anbau können kommen

DGH Die Sanierung und der Anbau können kommen

Das Sanierungs- und ­Anbauprojekt "Dorfgemeinschaftshaus Schwabendorf" hat die letzte parlamentarische Hürde genommen. Allerdings sind die finanziellen Mittel nun offiziell auf 600000 Euro gedeckelt.

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Für die Küche ist bald mehr Platz.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Schwabendorf. Auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung Rauschenberg stand in der energetischen Sanierung des Gebäudes sowie dem Anbau an das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) ein nicht unumstrittenes Bauprojekt. Entsprechend nahmen rund 30 Bürger an der Sitzung teil und es waren vor allem die Schwabendorfer Abgeordneten der vier vertretenen Fraktionen, die sich bei dem Thema zu Wort meldeten.

Volker Hohenstein (SPD) hob hervor, wie dringend notwendig die Vergrößerung des Küchentrakts sei, da bei vielen Feierlichkeiten zahlreiche Personen in der Küche kochen würden. Und der Renovierungsbedarf sei mit bloßem Auge erkennbar, machte Hohenstein deutlich. Er gab zu, dass das Projekt ein „finanzieller Kraftakt“ sei - aber die Schwabendorfer „selbstverständlich“ Eigenleistung erbringen würden. Ortsbeiratsvorsitzender und FBL-Abgeordneter Günter Aillaud sprach von einer „notwendigen Baumaßnahme“, die nach 40 Jahren Improvisation eine Lösung für die nächsten 50 Jahre darstellen würde. Nicht ohne einen gewissen Stolz meinte er, dass in Schwabendorf das am besten genutzte DGH des Stadtgebietes stehe.

Wie im Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft und Bauwesen­ meinte Stefan Seibert (Grüne), dass seine Fraktion mit der energetischen Sanierung keinerlei Probleme habe. Anders sei es beim Anbau, der im Vergleich zur Vergrößerung der Küche überdimensioniert sei. Daher enthielt sich seine Fraktion bei der Abstimmung.

"Als Schwabendorfer muss ich klar dafür sein"

„Als Schwabendorfer muss ich klar dafür sein“, sagte Heinrich Müller (CDU). In Zeiten defizitärer Haushalte und der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung im Landkreis hätte auch er sich eine etwas abgespeckte Version gewünscht. In Erinnerung an die finanziellen Punktlandungen bei den Projekten Storchennest Ernsthausen und Kratz‘sche Scheune Rauschenberg wolle seine Fraktion einen Kostenrahmen vorgeben, der nicht überschritten werden dürfe. Daher formulierte er einen Änderungsantrag, in dem für alle Bauprojekte, die Kücheneinrichtung, die Theke und die Bestuhlung höchstens 600.000 Euro fällig werden dürfen. Angekündigte Eigenleistungen seien darin aber nicht enthalten.

Seibert zitierte danach noch einmal die Haushaltsverfügung des Landkreises, wonach Investitionen im freiwilligen Bereich für Rauschenberg ausgeschlossen seien. „Und das sind freiwillige Leistungen“, sagte er.

Es stellte sich heraus, dass Fraktionskollege Michael Vaupel diesbezüglich die Kommunalaufsicht angeschrieben hatte - die aber, so Bürgermeister Michael Emmerich, beim Zitieren des Antwortschreibens, keine Einwände gegen einen solchen Beschluss hat. Überrascht, dass auch Emmerich Bescheid wusste, zeigte sich Vaupel: „Ich konnte weder informativ noch im CC erkennen, dass auch der Bürgermeister von meiner Anfrage in Kenntnis gesetzt wurde.“

Bei Enthaltung der Grünen stimmten die übrigen Fraktionen für den Änderungsantrag der CDU und, mit einer Enthaltung mehr, auch für die Magistratsvorlage.

von Heinz-Dieter Henkel

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