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Die Rückkehr der Bundesstraße 62

Umleitung trifft Innenstadt Die Rückkehr der Bundesstraße 62

Für Kirchhains Autofahrer gibt es einen neuen Stresstest: Linksabbiegen auf die Hauptstraßen. Zu den Berufsverkehr-Zeiten ist das nahezu unmöglich.

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Mitunter gefährlich eng geht es derzeit auf der Borngasse und der Untergasse in Kirchhain zu, die nicht für die Anforderungen des heutigen Schwerlastverkehrs gebaut wurden. Für die Fußgänger wurde an der Kreuzung Brießelstraße die im Hintergrund zu sehe

Kirchhain. Der Grund: Zwischen Kirchhain-Mitte und Langenstein wird derzeit die Fahrbahn-Decke erneuert. Die Straße ist in westlicher Richtung voll gesperrt. Der komplette Verkehr aus Richtung Stadtallendorf wird durch die Kirchhainer Innenstadt geführt. Seitdem die Auffahrt Kirchhain-Mitte Richtung Stadtallendorf gesperrt ist, hat sich die Situation auch in der Gegenrichtung spürbar verschärft. Die Verkehrsströme aus Richtung Ebsdorfer Grund und Lahnberge fließen zum Großteil auch durch die Innenstadt. Es gibt zwar am Amöneburger Kreisel eine Umleitung, aber die Vorstellung, zunächst in die entgegengesetzte Richtung auf die B 62 aufzufahren, diese in Niederwald zu verlassen, dort auf die Gegenspur aufzufahren um zum Ausgangspunkt zurückzukehren, schreckt den Großteil der Verkehrsteilnehmer ab.

Gut 20 Jahre nach der Fertigstellung der Umgehungsstraße ist die Rückkehr der B 62 in die Innenstadt für Kirchhain eine Belastung. Das räumt auch Gordon Schneider ein, der als Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung unter anderem für das Verkehrswesen zuständig ist. „Es gibt zu der Verkehrsführung durch Kirchhain während der Bauphase keine Alternative. Die Stadt hat sich gut auf die Situation vorbereitet“, sagt Schneider im Gespräch mit der OP und nennt die Einrichtung einer durchgängigen Halteverbotszone in der Niederrheinischen Straße, Borngasse, Untergasse und Amöneburger Tor sowie den Aufbau einer temporären Ampelanlage für Fußgänger an der Kreuzung Brießelstraße/ Borngasse.

Probleme gebe es immer wieder im Berufsverkehr an den Einmündungen von Brießelstraße und Hindenburgstraße, wo sich lange Rückstaus bildeten, sagte Schneider, der Ortskundigen empfiehlt, diese Kreuzungen morgens und am späten Nachmittag weiträumig zu umfahren. Außerdem bittet er Linksabbieger an den Kreuzungen, aber auch auf den Hauptstraßen, sich so weit wie möglich links einzuordnen, um nicht den kompletten nachfolgenden Verkehr zu blockieren.

Schmale Bürgersteigeund breite Lastzüge

Richtig ungemütlich kann es auf den zum Teil schmalen Bürgersteigen für Fußgänger werden, wenn Zentimeter neben ihnen eine Kolonne von 40-Tonnern an ihnen vorbeifährt. Der Kirchhainer Bürger Peter Jackl berichtet von Gefahrensituationen insbesondere für ältere Fußgänger, die aus Richtung Markt oder aus Richtung Untergasse das Ärztehaus in der Mühlgasse erreichen wollen. Vor dem Alten Amtsgericht ist der Bürgersteig auf unabsehbare Zeit blockiert, während sich die Situation vor dem nur noch zum Teil eingerüsteten Jukuz zeitnah entspannen wird. Noch gibt durch das Gerüst der Frontfassade eine Engstelle auf der Gasse Blaue Pfütze, die ein Auto und ein Fußgänger mit Rollator nicht zeitgleich passieren können.

Auf dieser engen Gasse werde allerdings so langsam gefahren, dass dort keine Gefahrensituation entstehen könne. Dagegen sei eine subjektive Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls an den Hauptstraßen schon gegebenen, sagte Gordon Schneider, der dazu riet, während der Umleitungszeit anstelle des Fußgängerüberwegs an der Markttreppe den mit Ampel gesicherten Fußgängerüberweg 50 Meter weiter zu nutzen.

Bleiben die Bauarbeiten im Zeitplan, wird sich die B 62 am 15. Dezember wieder aus Kirchhain verabschieden.

von Matthias Mayer

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