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Die Roßdorfer Nilpferde rocken das Haus

Karneval Die Roßdorfer Nilpferde rocken das Haus

Der letzte Programmpunkt der 32. RCC-Prunksitzung ging zu Ende, doch das junge Publikum in der Mehrzweckhalle feierte einfach weiter. Viele der 500 Narren blieben bis spät in die Nacht.

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Die Klatschweiber zeigten den Tanz „Zirkus Klatschini“.

Quelle: Yanik Schick

Roßdorf. Es waren genug der Worte für den RCC. Unter der Woche hatten sich die Roßdorfer Redner bei Seniorenkarneval, Büttenabend und Rathauserstürmung ausgetobt und die brisantesten Themen mit spitzester Zunge kommentiert. Nun aber feierte der Carnevals-Club seine eigentliche Prunksitzung - mit der besonderen Betonung auf „feiern“. Denn zu fortgeschrittener Stunde stand ein Großteil des Publikums auf den Tischen, tanzte vor der Bühne oder sang bei den Schlagern lauthals mit. Das Bild der 500 Narren in der Mehrzweckhalle erinnerte mehr an eine riesengroße Party als an klassischen Karneval.

Auch bei Sitzungspräsident Christopher Greb war die Stimmung am Ende des Abends wie entfesselt. „Jetzt fällt vieles ab“, gab er mit Blick auf die prall gefüllte, nun hinter dem RCC liegende Veranstaltungswoche zu. Mit Freude beobachtete er, wie die Gäste nach Ende der Sitzung die Bühne erklommen und dort ausgelassen feierten.

32. Prunksitzung mit zahlreichen Tänzen

Es war die 32. Prunksitzung des RCC, zum vierten Mal hatten Greb und Co. die Büttenreden jeweils auf den Mittwoch zuvor ausgelagert. „Wir wollen einfach für Menschen jeden Alters etwas anbieten“, erklärte er den Sinn dahinter. Während Bütten eher eine ältere Generation ansprächen, richte sich das Tanz-Programm der Sitzung an Jugendliche und junge Erwachsene.

Und so bekamen die Narren am Samstagabend eine tänzerische Choreografie nach der anderen geboten. Die Gastgeber selbst warteten dabei mit zahlreichen Gruppen auf: RCC-Jugend-, Prinzen-, und Präsidentengarde traten im Laufe des Abends auf, außerdem das Tanzpaar Max Pöltl und Tessa Wiegand, das Tanzmariechen Alissa Jansen, die RCC-Klatschweiber mit der Aufführung von „Zirkus Klatschini“ sowie - als tänzerisch unangefochtenes Highlight - das Männerballett ­„Flying Hippos“.

Auswärtige Ensembles bereichern Programm

Wohl kaum ein Dorf in der näheren Umgebung verfügt über derart viele aktive Karnevalisten. Aber warum der RCC? „Wir haben glücklicherweise die Tanzlehrer, die ein großes Angebot schaffen“, sagte Christopher Greb. Gerade Markus Braun und Marius Maus hätten dem Verein diesbezüglich einen besonderen Dienst erwiesen. „Für uns sind diese viele Gruppen auf jeden Fall eine Bereicherung. Man muss bedenken: in den 90er-Jahren hatten wir noch überhaupt keine Garde“, so Greb.

Nichtsdestotrotz bekamen die Roßdorfer bei der Sitzung wieder einmal tatkräftige Unterstützung von auswärtigen Ensembles. So brachten die „Gleer Tanzmädels“ (Niederklein), die Gruppe „Toxic Mixture“ (Dreihausen), die „Dancing Diamonds“ (Stadtallendorf), die „Pink Peppers“ (Schweinsberg) sowie die Showtanzgruppe der Afföllergemeinde (Marburg) ­jede Menge Vielfalt auf die ­Bühne.

Unter der Leitung von Christoph Grimmel sorgten die „Naue Nautnotze“ aus Niederklein für Stimmung im Saal, ehe die abschließende Hitparade gleichzeitig eine lange Nacht in der Mehrzweckhalle einläutete - das sah man den Narren auch ohne große Nachfrage an. Es waren eben genug der Worte an diesem Abend.

von Yanik Schick

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