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Die "Ranzemänner" feiern bayrisch

Kirmes Die "Ranzemänner" feiern bayrisch

Etwa 300 Momberger und Gäste liefen beim Festzug am Sonntag mit, an vielen Stellen standen Bürger und bestaunten und beklatschten die Motivwagen und Fußgruppen.

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Beim Festzug zeigten die teilnehmenden Gruppen wieder Kreativität, Witz und auch die Bereitschaft, sich selbst ein wenig „auf die Schippe“ zu nehmen. Fotos: Michael Rinde

Momberg. Das Oktoberfest in München rückt näher, in Momberg, zumindest auf einem Wagen, ließ es sich am Sonntag bereits feiern. An anderer Stelle im Festzug ging es auch ein wenig „blau-weiß“, also himmlisch zu. Traditionell bildete der Festzug durch den Ort den Höhepunkt des Kirchweihfestes. Am Abend zuvor hatten die Momberger im Festzelt ihr Oktoberfest ebenfalls zünftig gefeiert. Timo Stark, Sprecher des ausrichtenden Schützenvereins, berichtete von etwa 400 Besuchern allein an diesem Abend.

Sportlich ließen es beispielsweise die Mannen des SV Momberg angehen. Hinter ihrem Motivwagen, der natürlich auf das Kreispokal-Endspiel anspielte, gab es am Fuße der Kirche einige Liegestütze zu sehen.

Einen wenig erfreulichen Umstand nahm der Reitverein aufs Korn: das Pech der Pferdesportler mit dem Wetter bei ihren Turnieren.

Der Kinderchor war ebenso vertreten wie der Gesangverein, der Club der Beigefreiten, die Feuerwehr, der Radfahrverein, Frauenverein oder die Ranzefunken.

Politische Spitzen, sonst immer wieder mal eingestreut beim Momberger Festzug, blieben am Sonntag eine Ausnahme. Die Zugehörigkeit Neustadts zum „Rotkäppchenland“ wurde allerdings kritisch kommentiert, die Momberger betonten, dass sie ihre Eigenständigkeit als „Ranzemänner“ in jedem Falle weiterhin behaupten werden. Musikalisch begleiteten die Blaskapelle Momberg und die Emsdorfer Blaskapelle Emsdorf den Umzug mit insgesamt 17 Zugnummern. Dass der „Ranzemann“ und das Modell der Kirche den Zug anführten, ist in Momberg eine Selbstverständlichkeit.

Der alljährliche Momberger Festzug bleibt in jedem Falle eine sehenswerte Besonderheit in der Region und ein Zeichen für das Engagement von Vereinen im Dorf. An der Festzug-Gestaltung beteiligten nach Schätzung von Timo Stark am Sonntag etwa 300 Teilnehmer.

von Michael Rinde

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