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Die Rache passt zum Titel des gestohlenen Buchs

Criminale Die Rache passt zum Titel des gestohlenen Buchs

Im Herbst 2015 war die Kölner Schriftstellerin und Publizisten Elke Pistor nach Neustadt und Momberg gereist, um vor Ort Ideen für einen Kurzkrimi zu sammeln und an möglichen Tatorten zu recherchieren.

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Beate Maxian, Österreicherin mit bayerischen Wurzeln, stellte ­ihren Kurzkrimi „Die Bibliothek“ vor.Foto: Alfons Wieber

Momberg. Am Donnerstag war sie nun zu einer Lesung in das Momberger Dorfgemeinschaftshaus gekommen, um ihr Werk „Mittwochabend-Club“ vorzustellen. Begleitet wurde sie von Beate Maxian.

Bürgermeister Thomas Groll zeigte sich erfreut darüber, dass weit mehr als hundert Krimifreunde in das Dorfgemeinschaftshaus gekommen waren. Er nannte es eine „klasse Idee“, die Criminale nicht nur in Marburg, sondern in der gesamten Region zu veranstalten. Zudem lobte er Sonja Stark von der Stadtverwaltung sowie Monika Scheerer-Sack, Leiterin der öffentlichen katholischen Bücherei Momberg und ihr Team, für die Vorbereitungsarbeiten.

Und die waren wirklich gelungen. Im Foyer war der Fundort einer Leiche aufgebaut worden. Am Tatwerkzeug, einer Axt, klebte noch das Blut des Opfers. Im großen Saal selbst war auf einer kleinen Bühne ein Wohnzimmer mit Kerzenleuchtern entstanden, passend als Treffpunkt des „Mittwochabend-Clubs“. Zunächst stellte Beate Maxian ihren Kurzkrimi „Die Bibliothek“ vor. In der Geschichte hütet der 82-jährige Thomas Manko seine rund 6500 Bücher - Erstausgaben, Raritäten, signierte Werke. Er muss aber bemerken, dass eines Tages ein Buch mit dem Titel „Dämon Gift“ fehlt. Zielsicher kommt er dem Dieb, seinem Nachbarn Konrad Scheidmann, auf die Spur. Der hat im Laufe der Zeit zahlreiche Bücher entwendet, um seine Alkoholsucht zu finanzieren. Mit einem kleinen Fläschchen E 605 - passend zum Titel des verschwundenen Buches also -, das er in eine Schnapsflasche schüttet, beendet Manko das verbrecherische Treiben ein für alle Mal.

Nach der Pause las Elke Pistor ihren „Neustadt-Momberg-Krimi“ vor. Sie tat dies genauso gekonnt und mit schauspielerischem Talent wie schon Beate Maxian.

Pistor und Maxian zeigten sich am Ende begeistert von der großen Besucherzahl und der „mörderischen Atmosphäre“ im DGH. Sie lobten die Helfer und auch Bürgermeister Thomas Groll. „Wenn er mal nicht mehr im Amt sein sollte, dann nehmen wir ihn als Moderator mit auf Tour. Toll, wie er uns vorgestellt hat“, so Maxian.

von Alfons Wieber

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