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Die Ohmbrücke ist und bleibt ein Thema

Überblick Die Ohmbrücke ist und bleibt ein Thema

Einmal mehr kam in der Stadtverordnetenversammlung das Thema "Sperrung der historischen Ohmbrücke an der Brücker Mühle" zur Sprache. Die AWG-Fraktion hatte einen entsprechenden Antrag gestellt, in dem sie den Magistrat aufforderte, die Sperrung für Kraftfahrzeuge zu fordern.

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Die Amöneburger sorgen sich um die Ohmbrücke.Archivfoto

Amöneburg. Das Anliegen ist nicht neu: Vor fast genau einem Jahr hatte diese Zeitung beim Kreis nachgefragt, da Bürger immer wieder die Sorge um die Standfestigkeit des Bauwerks aus dem 13. Jahrhundert geäußert hatten. Und auch Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg hat nach eigenen Angaben mehrfach nachgefragt: Und immer gab es eine ähnliche Antwort: Die tragende Funktion des Mauerwerks sei nicht gefährdet, das sichtbare Mauerwerk habe indes keine tragende Funktion. Zudem gebe es alle drei Jahre eine „einfache Prüfung“ sowie alle sechs Jahren eine Hauptuntersuchung - die nächste steht im kommenden Jahr an.

Dass der Kreis nie der Forderung der Sperrung nachgekommen sei, liege auch daran, dass es von der Landstraße 3073 aus Richtung Rüdigheim kommend am über die Brücke führenden Abzweig zur Mühle eine Linksabbiegerspur gebe, eine Ausfahrt weiter jedoch keine. Der Kreis scheue die Kosten, dort eine Abbiegespur einzurichten, sagte Richter-Plettenberg während der Stadtverordnetenversammlung.

Immerhin ist es Fahrzeugen von mehr als 3,5 Tonnen - mit Ausnahme von landwirtschaftlichen Verkehr - seit Kurzem nicht mehr gestattet, über die Brücke zu fahren. Das freute sowohl Stadtverordnete als auch Bürgermeister, die jedoch geschlossen monierten, dass sich Busse nicht an diese Regelung hielten.

Letztendlich beschlossen sie einstimmig, dass der Bürgermeister das Anliegen erneut dem Landkreis vorträgt. Es könne schließlich nicht sein, dass die Brücke im Jahr 1984 aufwendig aus Steuergeldern saniert worden sei und das Bauwerk nun „mit voller Absicht kaputtgefahren“ werde, betonte Peter Greib, Vorsitzender der AWG.

- Nach vielen Jahren tauchte die Forderung nach einem Mauerkataster wieder auf der Tagesordnung der Sitzung auf. Die AWG zog diesen Antrag jedoch zurück, da der Bürgermeister der Fraktion im Vorfeld der Sitzung bereits mitgeteilt hatte, nach rund fünf Jahren dem Bauausschuss den geforderten Überblick über den Zustand der Mauern im Stadtgebiet zu geben.

- Die Stadtverordneten votierten außerdem einstimmig für einen Antrag der CDU, die eine „sukzessive Verbesserung“ der geschotterten Radwege gefordert hatte (die OP berichtete).

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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