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Die Natur mit allen Sinnen erleben

Kleinseelheim Die Natur mit allen Sinnen erleben

Der Naturerlebnistag im Kleinseelheimer Beerengarten beeindruckte nicht nur die Kinder, sondern auch viele Erwachsene.Es galt, die Facetten der Natur mit allen Sinnen wahrzunehmen.

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Die Kinder durchschreiten den Barfuß-Parcours, aus luftiger Höhe beobachtet vom Kleinseelheimer Storchenpaar.

Quelle: Yanik Schick

Kleinseelheim. Fast den ganzen Tag herrschte im Beerengarten der Kindertagesstätte Kleinseelheim reger Betrieb. Knapp 50 Jungen und Mädchen spielten recht ungestört miteinander, viele Eltern und Dorfeinwohner saßen nur ein paar Meter weiter bei Kaffee, Kuchen und angenehmem Sonnenschein zusammen.

Doch für einen Moment am Nachmittag wurde es merklich ruhig auf dem Gelände, die Gespräche verstummten und sämtliche Blicke - von Jung bis Alt - gingen gebannt nur in eine Richtung. Das neue Kleinseelheimer Storchenpaar, über das die OP bereits berichtete, war gerade in seinem Nest gelandet. Auch am Naturerlebnistag der Kindertagesstätte standen die beiden Großvögel für viele Kinder und Besucher im Mittelpunkt des Interesses.

"Wertschätzung für Natur steigt"

Für Kita-Leiterin Silvia Weigel war es bereits das zweite Mal, dass sie gemeinsam mit ihrer Gruppe einen solchen Tag im Beerengarten veranstaltete. „Die Kinder sollen mit all ihren Sinnen die Natur erfahren“, erklärte sie. Und gemäß dieses Mottos waren innerhalb des Gartens verschiedene Stationen aufgebaut, an denen die Kleinsten ihre jeweilige Wahrnehmung auf die Probe stellen konnten. So fassten sie zum Beispiel mit den Händen in eine kleine Box, um zu ertasten, welcher Gegenstand sich darin befand. An einer anderen Stelle hielten einige Mitarbeiterinnen der Kita diverse Obstsorten parat, von denen die Kinder kosten sollten. „Wir haben nur das zur Auswahl, was auch hierzulande angebaut wird“, betonte Silvia Weigel.

Nicht zuletzt zog sich ein meterlanger Parcours durch den Garten. Auf dem Boden lagen unter anderem Kieselsteine, Flaschenkorken, Baumrinde, Tannennadeln und Stroh. Die Kinder liefen barfuß und ganz behutsam über den sich stetig wandelnden Untergrund. Sie sollten ein Gespür entwickeln und genau aufpassen, wie sich die verschiedenen Materialien anfühlten.

Erzieherin Gudrun Landau hatte sich diese Station ausgedacht. „Uns geht es einfach um Umweltbewusstsein und darum, dass die Kinder sorgsam mit ihrer Umwelt umgehen“, sagte sie, „wir sehen sogar eine Entwicklung. Die Wertschätzung für die Natur steigt.“

Dieses pädagogische Konzept gefiel auch Kleinseelheims Ortsvorsteher Rainer Waldhardt. „Die Gruppe ist jetzt in einem Alter, in dem man solche Erfahrungen sammeln muss. Sie ist noch aufnahmefähig für viele Dinge.“ Waldhardt nutzte die Gelegenheit, um am späten Nachmittag allen Unterstützern zu danken, die bei der Errichtung des Storchenmastes mitgeholfen hatten.

von Yanik Schick

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