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"Die Musik war ein Jungbrunnen"

Kreisseniorennachmittag "Die Musik war ein Jungbrunnen"

Die rund 550 Besucher des traditionellen Kreissenioren­nachmittags in Stadtallendorf erlebten ein unterhaltsames dreistündiges Programm.

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Beim Tanz der Gymnastikgruppe aus Ernsthausen musste man schon zweimal hingucken, welches Bein zu wem gehört.Foto: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Erwartungsvoller Applaus begrüßte das 20-köpfige „Hinterland-Jazz-Orchestra“, unter der Leitung von Charly Mutschler, das mit „In the Mood“, einem der bekanntesten Jazz-Titel von Glenn Miller, den Nachmittag in der Stadthalle eröffnete.

Die Unterhaltungs-Bigband aus dem hessischen Hinterland war die Hauptattraktion an diesem Nachmittag und Sänger Christian „Gickel“ Koch, der zugleich durch das Programm führte, konnte auch ohne seine erkrankte Gesangspartnerin Kati Illichmann mehr als überzeugen.

Immer wieder streuten Bandleiter Charly Mutschler mit seiner Trompete, Hans-Peter Jung mit seinem Tenorsaxophon und Ralf Justus und Uwe Schaub mit ihren Altsaxophonen Soli ein.

Und der beswingte Bigband-Sound, bei dem mancher unweigerlich im Takt zu wippen begann, suchte sich schnell einen direkten Weg von den Ohren in die Fußspitzen. Als Karl und Henner sorgten die ehemaligen Mitarbeiterinnen der Seniorenbildung Anneliese Müller und Marga Seibel für einen humorvollen Auftritt, der in einem gemeinsamen Auftritt mit Sänger Christian Koch und dem Lied „Singin’ in the rain“ gipfelte.

Die Organisation des Kreis­seniorennachmittags lag in den bewährten Händen des Fachdienstes Seniorenbildung der Volkshochschule. Fachdienstleiterin Karin Lippert hatte vor Beginn der Veranstaltung noch alle Hände voll zu tun, um die Besucherströme auf die wenigen frei gebliebenen Plätze zu dirigieren. Insgesamt kamen rund 550 ältere Menschen in die Stadthalle. Die Begrüßung der Gäste übernahm der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow. Das Wort „Senioren“ ersetzte er kurzerhand durch den Begriff „Menschen mit Erfahrung“, in dem die ältere Generation in Zukunft eine Stimme erhalte.

In der halbstündigen Pause war Gelegenheit, neben einer Erfrischung und einem kleinen Imbiss, sich an einem Stand der Polizei über das Programm „MAXimal mobil bleiben - mit Verantwortung“ zu informieren. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das „Hinterland-Jazz-Orchestra“ überwiegend englischsprachige Lieder präsentiert, was für widersprüchliche Reaktionen und für jede Menge Gesprächsstoff in der Pause sorgte.

Unterschiedliche Wertung

„Meine Musik ist das nicht“, erklärte zum Beispiel Gudrun Wachtel aus Roßdorf, unterstrich aber auch, dass die Kapelle sehr gut sei. „Das ist nicht das richtige Publikum hier, die Musik ist für viele keine Unterhaltungsmusik“, erklärte eine andere Besucherin, die auf mehr deutschsprachige Musik zum Mitsingen gehofft hatte. Besucherin Maria Zimmer fühlte sich dagegen von der Musik mitgenommen. „Es gefällt mir sehr gut, ich konnte gut mit­swingen“, sagte sie.

Zum Mitsingen gab es dann nach der Pause Gelegenheit. Mit Liedern von Udo Jürgens wie „Griechischer Wein“, „Ich war noch niemals in New York“ und als stimmungsvolle Zugabe „Merci Cherie“ wurde der zweite Teil der Veranstaltung zum Höhepunkt. Für Abwechslung zwischen den Musikbeiträgen hatte zuvor noch ein Tanzbeitrag der Gymnastikgruppe aus Ernsthausen gesorgt.

„Die Musik war ein Jungbrunnen für mich, so fröhlich bin ich nach einem Seniorennachmittag noch nie nach Hause gegangen“, freute sich Besucherin Irene Sause aus Mellnau am Ende der Veranstaltung im Gespräch mit der OP.

Senioren aus Amöneburg, Cölbe, Marburger Stadtteilen, Bauerbach, Ginseldorf, Ebs­dorfergrund, Rauschenberg, Neustadt, Kirchhain, Wetter, Lohra und Stadtallendorf waren in die Stadthalle gekommen.

von Karin Waldhüter

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