Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Die Musik liegt Peter Groß im Blut

Jubiläum Die Musik liegt Peter Groß im Blut

"Musik ist Verkündigung und hat einen Schimmer des Ewigen in sich", so beschreibt Peter Groß seine große Passion. Der 52-Jährige ist inzwischen seit 25 Jahren als Bezirkskantor tätig.

Voriger Artikel
Kinder untermalen die Musik mit "Farbtupfern"
Nächster Artikel
Der erste Schritt zum sozialen Netzwerk

Peter Groß spielt inzwischen seit 40 Jahren Orgel.Foto: Karin Waldhüter

Kirchhain. Ein Leben ohne Musik? Für Peter Groß unvorstellbar. „Würde man mir die Musik wegnehmen, dann würden 75 Prozent meiner Lebensideale wegfallen“, sagt der 52-Jährige und erklärt die Bedeutung der Musik für sein Leben: „Musik trägt den Ewigkeitsgedanken in sich! Sie ist für mich unabdingbar, körperlich und seelisch notwendig, vor allem die geistliche Musik ist für mich wegweisend - auch in irdischen Dingen.“

„Der Beruf erfüllt mich ganz“, betont der Bezirkskantor, dem die Musikalität sprichwörtlich in die Wiege gelegt wurde: Geboren 1960 in Wohra/Gemünden spielte das Musizieren auch in seiner Familie eine übergeordnete Rolle. Sein Vater Friedrich (78) war mehr als zwei Jahrzehnte lang Organist und Lektor und beherrscht autodidaktisch zehn Instrumente. „Meine Mutter Gerda besitzt eine sehr schöne Singstimme“, erzählt Groß über seine 73 Jahre alte Mutter.

Im Alter von acht Jahren begann Peter Groß mit dem Klavierspiel. Vier Jahre später nahm er zusätzlich auch Orgelunterricht. Dass ihm die Musik im Blut liegt, wurde schnell deutlich und seine außergewöhnliche Musikalität bestimmte schon früh den weiteren Lebensweg. Bereits im Alter von 16 Jahren legte er die C-Prüfung an der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte (KMF) in Schlüchtern ab. Im gleichen Jahr (1976) begann er - fernab der Heimat - als Jungstudent an der Westfälischen Landeskirchenmusikschule in Herford das Studium der Kirchenmusik. Weitere Klavierstudien an der Musikakademie Detmold folgten.

In 25 Jahren begleitete Groß 4000 Gottesdienste

Seit 1988 ist Peter Groß Bezirkskantor des Kirchenkreises Kirchhain. Seit 1999 leitet er die Kantorei der Martin-Luther-Kirche. In den vergangenen 25 Jahren begleitete er rund 4000 Gottesdienste, berichtet er und betont, er sei von 1976 bis heute an jedem Sonntag bei zwei Gottesdiensten als Organist tätig gewesen. Groß hat sich auch einen Namen als Jazz-Organist an der Hammond-Orgel und Lounge-Pianist bei Konzerten mit verschiedenen Künstlerformationen gemacht.

Insgesamt kann der viel gefragte Musiker auf rund 1200 Konzerte als Chorleiter, Organist, Pianist und Solosänger zurückblicken. Zusammen mit der Camerata Marburg kamen unter seinem Dirigat unter anderem die Krönungsmesse von Mozart und diverse Bachkantaten zur Aufführung.

Eine gute Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Landeskirchenmusikdirektor Martin Bartsch und Nachfolger Uwe Maibaum, sowie den Bezirkskantoren der Nachbarkirchenkreise, den Musikgruppen, Orgelschülern und Pfarrern des Kirchenkreises Kirchhain zeichnen seine Arbeit aus. Insgesamt bildete Groß in seinen Berufsjahren als Bezirkskantor bisher 42 Orgelschüler aus.

Auch am Sonntag sitzt er höchstpersönlich an der Orgel

Er ist verheiratet und wohnt in Stadtallendorf. Das Ehepaar hat zwei Kinder im Alter von 15 und 11 Jahren. Als Ziel für die Zukunft gibt er aus, „weiterhin das erreichte Niveau zu halten“. Außerhalb der Musik wünscht er sich mehr Zeit, um auf Reisen oder wandern zu gehen.

Mit einem Festgottesdienst feiert die Kirchengemeinde sein Dienstjubiläum am Sonntag um 9.30 Uhr in der Stadtkirche. Mitwirkende sind der Kirchenchor, der Familienchor, der Kinderchor, Pfarrer Dierk Brüning für den Kirchenkreis, Gerhard Sippel für den Kirchenvorstand, Pfarrer Wilhelm (Vorsitzender des Kirchenvorstandes), Pfarrer Dr. Georg Kuhaupt, der die Predigt halten wird - und natürlich der Bezirkskantor höchstpersönlich an der Orgel. Dem Festgottesdienst schließt sich ein Empfang rund um die Stadtkirche an.

von Karin Waldhüter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis
Von Redakteur Florian Lerchbacher

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr