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Die "Löschbären" gehen an den Start

Kinder-Feuerwehr Die "Löschbären" gehen an den Start

Die Feuerwehr Stadtallendorf-Mitte hat eine Abteilung für Kinder gegründet, die langfristig für mehr Nachwuchs sorgen soll. Eine solche Kinderfeuerwehr wird es bald wohl auch in Schweinsberg geben.

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Die „Löschbären“, die neue Kinderfeuerwehr, wurden am vergangenen Samstag in Stadtallendorf gegründet. Foto: Yanik Schick

Stadtallendorf. „Wenn die Jugend die Feuerwehr von morgen stellen soll, dann sind die Kinder die Feuerwehrleute von übermorgen“, sagte Gunter Hahn, der Wehrführer von Stadtallendorf-Mitte. Acht Kinder im Alter bis zu zehn Jahren gehören der neuen Kinderfeuerwehr der Kernstadt an. Die neue Kinder-Feuerwehr hat auch einen passenden Namen bekommen: ­Ihre jungen Mitglieder sind die „Löschbären“.

Die Verantwortlichen gehen allerdings davon aus, dass diese Gruppe in den kommenden Wochen rasch wachsen wird. An jedem zweiten Samstag im Monat werden sich die Kinder treffen und dabei vor allem malen und basteln. Aber auch wichtige Fragen der Brandschutzfrüherziehung sollen behandelt werden. Wie mache ich einen Notruf? Wie verhalte ich mich im Brandfall? „Es geht darum, die Kinder spielerisch an das Aufgabengebiet der Feuerwehr heranzuführen“, erklärte Stefan Weitzel, der das sechsköpfige Betreuerteam der neuen Kinderfeuerwehr leitet. „In diesem Alter sind fast alle Jungen und Mädchen von der Feuerwehr begeistert, wenn sie den großen roten Löschwagen sehen. An diesem Punkt müssen die Kinder von uns abgeholt werden.“

Dem Wandel begegnen

Anlass zur Gründung einer Kinderfeuerwehr hatten auch die seit Jahren rückläufigen Mitgliederzahlen in der Jugendfeuerwehr gegeben. 15 Jugendliche im Alter zwischen zehn und 17 Jahren gibt es aktuell in der Kernstadt-Wehr - keine allzu große Nachwuchsriege. „Wir müssen dem demografischen Wandel rechtzeitig begegnen“, forderte Kreisbrandinspektor Lars Schäfer, der speziell vor diesem Hintergrund das Engagement der Stadtallendorfer lobte. Während das Interesse von Jugendlichen am Dienst in der Feuerwehr zunehmend zu schwinden scheint, bemerkten die Verantwortlichen der Kernstadt in den vergangenen Jahren eine steigende Nachfrage bei den Kleinsten.

Wolfgang Sonntag, der in Stadtallendorfs Kindergärten und Schulen Brandschutzfrüherziehung betreibt, wurde von Kindern oft gefragt, ob sie denn auch bei der Feuerwehr mitmachen könnten. „Aber da mussten wir in der Vergangenheit immer sagen, dass es für Jungen und Mädchen unter zehn Jahren leider kein Angebot gibt“, erinnerte sich Gunther Hahn. Das hat sich nun durch die Gründung der neuen Abteilung geändert. „Es ist wichtig, dass die Kinder Werte vermittelt bekommen“, sagte unterdessen Bürgermeister Christian Somogyi, „und bei der Feuerwehr sind sie genau richtig, denn da kommt es auf Werte wie Teamfähigkeit, Verlässlichkeit und Verantwortung an“. Landrätin und Brandschutzdezernentin Kirsten Fründt lobte vor allem das Betreuerteam. „Eine Kinderfeuerwehr funktioniert nur, wenn Ehrenamtliche da sind, die sich engagieren“, sagte sie.

Stadtbrandinspektor Uli Weber verriet am Ende, dass auch die Wehr in Schweinsberg die Gründung einer Kinderfeuerwehr plane - aller Voraussicht nach im kommenden Herbst.

von Yanik Schick

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