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„Die Leute kennen mich. Das ist wichtig“

Mit Olaf Hausmann auf Wahlkampf-Tour „Die Leute kennen mich. Das ist wichtig“

Wahlkampf im Winter ist nichts für Weicheier. Das bekommt auch Olaf Hausmann zu spüren, als er am Samstag durch Großseelheim von Haustür zu Haustür wandert, um sich den Wählern vorzustellen.

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Großseelheims Ortsvorsteher Helmut Hofmann (links) begleitete Olaf Hausmann bei dessen Hausbesuchen im größten Kirchhainer Stadtteil. Foto: Matthias Mayer

Großseelheim. Dunkle Wolken türmen sich über dem Dorf auf, und aus denen regnet es pausenlos. Dazu kommt ein unangenehm kalter Wind. Der Bürgermeister-Kandidat der Kirchhainer SPD ist trotzdem gut gelaunt, hat sich mit Schal und Schirm gegen die klimatischen Widrigkeiten gewappnet. Außerdem hat er schon Härteres erlebt: „Bei unserer Tour durch Stausebach liefen wir durch einen regelrechten Platzregen“, erzählt er, wo der Wettergott für ausgleichende Gerechtigkeit gesorgt hatte: Die CDU-Wahlhelfer wurden an diesem Tag in Niederwald durchgeweicht.

Das schlechte Wetter hat auch ein Gutes: Die Großseelheimer sind zu Hause. Fast jede Haustür, an der der 50-Jährige klingelt, wird auch geöffnet. Und oft genug kommt der Kandidat gar nicht dazu, seinen Vorstellungsvers vollständig vorzutragen: „Ich kenne Sie doch“, heißt es dann.

Der Bekanntheitsgrad des Kernstädters hat nicht allein damit zu tun, dass seine Wahlbroschüre und die seiner Partei flächendeckend in Stadt und Stadtteilen verteilt wurden. Olaf Hausmann hat Anfang des Jahres in der Kernstadt und den zwölf Stadtteilen Ortsbegehungen gemacht, und die dabei vorgetragenenen Wünsche und Sorgen der Bürger zusammengetragen mit dem Versprechen, die Anliegen in den städtischen Gremien zu beraten. In Großseelheim lauten die Anliegen unter anderem Sanierung der Treppe am Bürgerhaus, Endausbau des Sonnenwiesenwegs, Bau eines Fußgängerwegs zum Pferdehof Lemmer, Instandsetzung des Dammseitenwegs und des Schul- und Kindergartenwegs Alter Garten/Sonnenwiesenweg. Dazu haben alle Haushalte eine schriftliche Rückmeldung des Sozialdemokraten erhalten. „Das ist im Dorf gut angekommen, sagt die Großseelheimer Stadtverordnete Evelyn Leukel, die mit anderen Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Olaf Hausmann begleitet.

Die Reaktionen an der Haustür sind während der Begleitung durch die OP durchweg freundlich. Der Kandidat bekommt mehr Einladungen auf eine Tasse Kaffee, als er trinken kann. Nur der Einladung der 95-jährigen Gertrud Lesch, deren Bruder und deren Schwägerin kann er nicht widerstehen. So plauscht er bei Kaffee und Apfelkuchen mit 277 Jahren Lebenserfahrung.

Nach dem süßen Intermezzo geht‘s zurück auf die unwirtliche Straße. Am Marburger Ring hält eine Autofahrerin neben Olaf Hausmann. Die Frau steigt aus und beklagt lachend, dass der Kandidat noch nicht bei ihr zu Hause war. Auch sie bekommt eine Karte mit den Kontaktdaten des Bewerbers sowie einen Stift. Den gibt‘s auch für das im Auto wartende Enkelkind.

„Es geht uns um Kommunikation mit den Bürgern. Deshalb lohnt sich der aufwändige Wahlkampf von Haus zu Haus auf jeden Fall. Die Leute kennen mich. Das ist wichtig“, sagt Olaf Hausmann unterwegs. Er erzählt von gut informierten Wählern, die ihn auf seine Themen ansprächen. Dabei komme sein Einsatz für mehr Gewerbeansiedlung in der Stadt und damit auch mehr Gewerbesteuer-Einnahmen besonders gut an. Das gelte auch für den Fokus seiner Partei auf die Stadtteile. „Die Menschen auf den Dörfern wünschen sich einfach mehr Wertschätzung für das, was sie im Alltag ehrenamtlich für die Allgemeinheit leisten“, sagt er.

Besucht hat er natürlich auch Vereine, Unternehmen und Gewerbetreibende. „Ich habe mit Firmenvertretern aus dem Gewerbegebiet Ost zusammengesessen, und registriert, welche Probleme diese haben. Und ich war beim Verkehrsverein, der sich wünscht, dass es zwischen den Einzelhändlern und der Stadt mehr als einmal im Jahr einen Austausch gibt“, erzählt Olaf Hausmann, der im Falle seiner Wahl in der Wirtschaftsförderung neue Akzente setzen möchte.

n Internet: olaf-hausmann.de

von Matthias Mayer

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