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Die "Kuckucks" gehen gerne in die Luft

Wolferode Die "Kuckucks" gehen gerne in die Luft

Wieder einmal hatte die Vereinsgemeinschaft der Wolferoder Vereine ein attraktives Faschingsprogramm zusammengestellt. Leider blieben diesmal im Wolferoder Kuckucksheim doch einige Plätze leer.

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Birgit Amrhein und Adelheit Schütz erläuterten alles rund um den Ausziehtisch und den BH. Fotos: Heinz-Dieter Henkel

Wolferode. Anders als üblich erspielte sich das Wolferoder Faschingskomitee zu Beginn ihren angestammten Platz an der Stirnseite des Bürgerhauses. Unter dem Motto: „Wir reisen um die Welt, ganz wie es uns gefällt“ traten der sächselnde Flugkapitän Thorsten Sengelaub und die Stewardessen Adelheit Schütz, Gudrun Fisbeck, Birgit Menz, Petra Paulus und Kathrin Amrhein als Flugzeugcrew mit einer Abflugszene auf und führten fortan abwechselnd Regie durch den Abend.

Zum festen Programmteil gehören inzwischen Birgit Amrhein und ihre Kids, die diesmal mit einer Persiflage auf den Wolferoder Dialekt sich ein wenig selbst auf die Schippe nahmen. Gerade der Faschingsnachwuchs bestehend aus Tom, Emma, Leonie, Junus, Tian und der noch nicht schulpflichtige Finn demonstrierte dabei, dass er die heimische Mundart perfekt beherrscht.

Danach erläuterten die beiden spätberufenen Stewardessen Petra und Birgit Amrhein, die bei der „Albatross-Eierlines“ angeheuert hatten, das Programm „Work and travel“, bei dem man eine sehr ausgefallene Dienstkleidung mit extravagantem Hütchen mit Hühnchen tragen muss. Sehr zur Freude des Publikums sangen sie ihr Lied: „Die Stewardessen aus dem schönen Hessen“. Der gemischte Chor aus Wolferodern und Josbächern verzichtete diesmal auf Mehrstimmigkeit und schmetterte ein Faschingslied nach dem anderen. Klar wurde nach einer närrischen Rakete eine Zugabe fällig. Eine besondere Ehrung bekamen Sänger Heinrich Weber und der kleine Lion Göttig, die im Kuckucks-heim ihren Geburtstagsabend verlebten.

Was einem so alles nach dem Verzehr von Bohnensuppe passieren kann, erzählte der erste Büttenredner Gerhard Happel, und die ansonsten als Sängerin bekannte Manja Henkel überzeugte als Besuch aus Sachsen als zweite Einzeldarstellerin in der Bütt. Ihre Themen reichten von dem örtlichen Blitzer bis zum Besuch in der Oper.

Ein Höhepunkt des Abends war die Gymnastikgruppe des SV Eichwald. Sie zeigte ohne viele Worte, wie man mit einer originellen Idee das Publikum zum Lachen bringt.

Sie hätten aber viel üben müssen, hieß es. Das Ineinandergreifen der ausladenden Handbewegungen des jeweils dargestellten Berufes verlief jedenfalls perfekt und ohne einen einzigen Kratzer der Beteiligten, was beim Einstudieren nicht immer der Fall gewesen sein soll.

Zum festen Wolferoder Faschingsbestandteil gehört die heimische Linedancegruppe, die mit viel Schwung im Piratenlook für gute Stimmung sorgte, bevor Birgit Amrhein und Adelheit Schütz dem erstaunten Publikum erläuterten, worin die Vorteile eines Ausziehtisches bestünden und was denn ein „christlicher BH“ eigentlich sei.

von Heinz-Dieter Henkel

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