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Die Kratz‘sche Scheune wird billiger

150 000 Euro bleiben für die Außenanlage übrig Die Kratz‘sche Scheune wird billiger

1,4 Millionen Euro hat die Rauschenberger Stadtverordnetenversammlungfür den Ausbau der Kratz‘schen Scheune zu einem Gemeinschaftshaus allein für das Gebäude bereitgestellt. Diese Summe wird nicht komplettgebraucht.

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Die Zeichnung des Marburger Architekturbüros Mechsner-Spangenberg & Bonsa zeigt die geplante Freiflächengestaltung an der Kratz‘schen Scheune. Die roten Pfeile markieren die Eingangstüren zum Gebäude, das wegen der schräg verlaufenden Grundstücksgrenze einen asymmetrischen Bühnenanbau erhielt. Repro: Matthias Mayer

Rauschenberg. Bürgermeister Michael Emmerich bezifferte im Gespräch mit dieser Zeitung die Gesamtkosten für das Gebäude inklusive Küche, Möblierung und sonstigem Inventar auf 1,25 Millionen Euro. „Das ist eine tolle Sache, denn so bleiben uns 150000 Euro für den Bau der Außenanlagen“, kommentierte der Bürgermester das Ergebnis.

Michael Emmerich nannte zudem, nachdem das Gebäude den letzten Dichtigkeitstest bestanden hat, erstmals einen Fertigstellungstermin. Ab Ende Dezember wird das Haus für die Bürger und Vereine zur Verfügung stehen.

Firmen gaben kein Angebot für die Trennwand ab

Ganz fertig wird das Haus dann, so der Bürgermeister, allerdings noch nicht sein: Die mobile Trennwand aus Holz, die die Bühne bei Bedarf vom Saal so abtrennen soll, dass der angebaute Bühnentrakt als vierter Gruppenraum genutzt werden kann, wird noch fehlen. Und das hat einen nicht alltäglichen Grund. Nach der Ausschreibung für die Trennwand forderte vier Unternehmen die Unterlagen an. Aber keine dieser Firmen gab ein Angebot ab, so dass die in den Baukosten enthaltene Trennwand neu ausgeschrieben werden muss.

Michael Emmerich würdigte ausdrücklich das große Engagement der Rauschenberger Bürger und Vereine für das Gemeinschaftshaus. Ohne die herausragende Tatkraft der ehrenamtlichen Helfer am Bau und ohne die hohe Spendenbereitschaft wäre das Projekt kaum denkbar gewesen, sagte der Bürgermeister. In dem vom Kämmerer eingebrachten Nachtragshaushalt findet sich allein eine Großspende von 24000 Euro für die Bühne. Der Bürgermeister wertete die Spenden- und Arbeitsbereitschaft dafür, dass der Ausbau der Kratz‘schen Scheune zum Gemeinschaftshaus für die Kernstadt gewollt und auch gebraucht werde.

Das Außengelände teilt sich nach der Fertigstellung in drei Bereiche

  •   Rund um das auf dem Areal stehende Wohnhaus werden - verteilt auf drei Felder - insgesamt 32 Parkplätze entstehen. Die Zufahrt von der Bahnhofstraße wird deutlich verbreitert. Um das neue Gemeinschaftshaus von der Straße aus sichtbar zu machen, wird der oberhalb der Zufahrt liegende Teil der Natursteinmauer, die das Grundstück begrenzt, abgebrochen.
  • Direkt neben dem Gemeinschaftshaus entsteht ein kleiner Festplatz.
  • Der größte Teil des Grundstücks wird in Form eines kleinen innerstädtischen Parks gestaltet, der durch einen neu zu bauenden Fußweg mit dem Seniorenzentrum Haus Rauschenberg verbunden wird. Diese Fläche soll zum Treffpunkt der Generationen werden, denn hier werden neben Spielgeräten für Kinder auch wetterfeste Trimm- und Fitnessgeräte für Erwachsene und Senioren aufgebaut. Letztere wurden zum Preis von 20000 Euro angekauft, wobei dieser Betrag durch eine Spende aus dem Vermögen einer großherzigen Erblasserin finanziert wird. Allerdings schlagen die Gründungskosten für den standfesten Einbau der Geräte mit weiteren 20000 Euro zu Buche. Er sei zuversichtlich dass die Stadt für diesen Teilbetrag eine 100-Prozent-Förderung erhalten könne, sagte der Bürgermeister.

von Matthias Mayer

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