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Die Kleinsten bekommen helle, einladende Räume

Kinderkrippe Die Kleinsten bekommen helle, einladende Räume

Am Montag kommen die ersten Kinder in die neue Krippe am Kirchhainer Weg. Sie erwartet ein modernes, lichtdurchflutetes und auf Energiesparen ausgelegtes Gebäude mit einem motivierten Erzieherteam.

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Eine Erzieherin schrieb ihren besonderen guten Wunsch für das neue Gebäude in die Fassade des aufgemalten Hauses. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Die 15 Erzieherinnen und ihr Kollege hatten etwas Besonderes gemalt: ein großes Haus, auf dem jeder Ziegel zu erkennen ist. In jeden dieser Ziegel schrieben sie am Freitag ihre Wünsche für die neue Kinderkrippe: Worte wie Vertrauen, Zeit, Geborgenheit oder Frieden finden sich dort jetzt wieder.

Gestern feierte die Stadt Stadtallendorf die Eröffnung ihrer zweiten Kinderkrippe für Kinder unter drei Jahren und damit die Entstehung von 60 zusätzlichen Betreuungsplätzen. Rund 2,4 Millionen Euro hat der Neubau gekostet, den Löwenanteil von 1,5 Millionen Euro finanzierte die Stadt. Herausgekommen ist ein einladendes Gebäude (die OP berichtete). „Mit dem Bau dieser neuen Kinderkrippe investieren wir erneut in die Zukunft der Kinder unserer Stadt“, machte Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) bei seiner Ansprache deutlich. Eltern sollten in der Gewissheit ihrer Arbeit nachgehen können, dass ihre Kinder in guten Händen sind. Somogyi wies auch auf einige Besonderheiten des Neubaues hin: So wird der Neubau mit einer Holzpellet-Heizung beheizt. Eine Lüftungsanlage arbeitet mit einer Wärmerückgewinnung für die Gruppenräume.

von Michael Rinde

Außerdem verfügt der Neubau über eine hohe Wärmedämmung. In der Summe unterschreitet das Haus damit die Grenzwerte der Energie-Einsparverordnung von 2009 um rund 60 Prozent. Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern erinnerte an die Bedeutung möglichst früher kindlicher Bildung.

Er geht davon aus, dass die Diskussion über die zukünftige Kinderbetreuung noch keineswegs am Ende angelangt sein dürfte - und das die Frage noch unbeantwortet ist, ob die Quote von 35 Prozent Betreuungsplätzen wirklich ausreichend sein wird.

Architekt Gerd Kaut machte klar, dass das Bauen für Kinder eine besondere Herausforderung darstellt. „Das geht nur über Interpretation und Erfahrung“, sagte Kaut. Kleinigkeiten haben dabei schon große Wirkungen, wie etwa die Tatsache, dass selbst die Fenster in Höhe der Augen der kleinen Kinder eingesetzt sind.

Pfarrer Diethelm Vogel und Pfarrerin Stefanie Busch teilten sich die anschließende kleine Segnungsfeier im besten ökumenischen Sinne.

Am heutigen Samstag stellt sich die Kinderkrippe Kirchhainer Weg erstmals der Öffentlichkeit vor. Von 10 bis 17 Uhr sind Besucher in dem Neubau willkommen.

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