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Die Helfer kommen kräftig ins Schwitzen

Tag der offenen Tür Die Helfer kommen kräftig ins Schwitzen

Viele Stadtallendorfer Bürger nutzten den Tag der offenen Tür, um sich den neuen Baubetriebshof in der Niederrheinischen Straße anzusehen.

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Die Mitarbeiter des Baubetriebshofs erklärten den Gästen ihre Ausrüstung.Foto: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Schon bei der Öffnung der Tore um 11 Uhr waren zahlreiche Bürger anwesend, die Bürgermeister Christian Somogyi in der großen, ausgeräumten Fahrzeughalle willkommen hieß. „Ein Jahr nach der Fertigstellung war es notwendig, den Bürgern den Baubetriebshof zu zeigen“, erklärte er und ging dann kurz auf die Historie ein, die schon 2007 begann. 2009 stimmte die Stadtverordnetenversammlung der Vergabe des Auftrages zu. Es dauerte noch bis zum Frühjahr 2013, bis die Rodungs- und Abbrucharbeiten begannen. Im Februar letzten Jahres war dann Einweihung des Baubetriebshofs. „Die Vorplanungen waren sehr intensiv und der heutige Baubetriebshof ist das Ergebnis“, stellte Somogyi fest und lobte die Mitarbeiter für die Geduld, die sie aufgebracht hätten.

Der neue Baubetriebshof steht auf einer Fläche von 22645 Quadratmetern - einschließlich der Grünflächen und des Rückhaltebeckens für das Oberflächenwasser. „Er ist eine moderne Arbeitsstätte mit den notwendigen Gebäuden und Freiflächen, an den Aufgabenbereichen orientiert, zukunftsfähig, aber nicht überdimensioniert“, betonte Somogyi. Er bezeichnete die Einrichtung als zukunftsfähig, wodurch die Bedürfnisse der Stadt in den nächsten 30 bis 40 Jahren abgedeckt seien.

Nach der ersten Kostenschätzung im Jahr 2011 von 4,9 Millionen Euro sind die Gesamtkosten am Ende auf 6,1 Millionen Euro gestiegen. Davon entfallen auf die Stadtwerke rund 1,4 Millionen Euro und auf den Eigenbetrieb Dienstleistungen und Immobilien rund 4,7 Millionen Euro. Der Bürgermeister erklärte, dass ein Teil der Kostensteigerung den Bodenverhältnissen geschuldet ist.

Tierheim-Mitarbeiter berichten über Kooperation

Für die Besucher wurden am Samstag Führungen über die ganze Anlage angeboten, die auf gute Resonanz stießen. Eine der Führerinnen war Susanne Fritsch vom Fachbereich 4 der Verwaltung (Bauamt). Sie hatte die gesamte Bauzeit maßgeblich begleitet. Der Bürgermeister bescheinigte ihr, dass es ihr Verdienst sei, dass Kosten eingespart wurden.

Die Führung beinhaltete die Begehung der vier Gebäude, wobei an etlichen Stationen Mitarbeiter fachkundige Auskünfte erteilten. Das große Sozialgebäude wird von den Mitarbeitern der Stadtwerke und denen des Eigenbetriebes gemeinsam genutzt, wogegen ansonsten die Anlagen getrennt sind.

An das Sozialgebäude grenzen die einzelnen Werkstätten an. Dazu zählen Schlosserei, Schreinerei, Malerei und eine Waschhalle. Die Fahrzeug- und Lagerhallen stellen den zweiten großen Bauteil dar. Jedes Fahrzeug und Gerät hat seinen Platz in den Hallen, wobei die große Fahrzeughalle leicht geheizt wird, damit die Fahrzeuge im Winter sofort einsatzbereit sind.

Der dritte Bauteil ist das Salzlager für den Winterdienst: Es handelt sich um einen Holzbau, damit das Salz locker bleibt. Der vierte Teil der Anlage ist die Halle mit dem Wertstoffhof der Stadtwerke. Susanne Fritsch erklärte, dass den 28 Mitarbeitern 20 Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Geheizt werden die Räume mit einer Pelletheizung.

Fahrzeuge und Geräte waren für die Besucher auf dem Freigelände ausgestellt worden, und die Mitarbeiter gaben bereitwillig Auskunft. Gegen Mittag kamen die Mitarbeiter, die für das leibliche Wohl der Besucher sorgten, ganz schön ins Schwitzen - und das nicht nur wegen der glühenden Kohle des Grills, sondern wegen des großen Andrangs. Für die Abwechslung der kleinen Besucher sorgte ein Kinderkarussell und eine Hüpfburg.

Zum Tag der offenen Tür waren auch Mitarbeiter des Tierheims aus Cappel gekommen. Sie berichteten von ihrer Arbeit und der Zusammenarbeit mit dem Baubetriebshof, zum Beispiel bei der Auffindung herrenloser Tiere.

von Klaus Böttcher

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