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Die Gebäudesanierung hat Vorrang

Neues bauhof-Konzept für Rauschenberg Die Gebäudesanierung hat Vorrang

Die Rauschenberger Stadtverordnetenversammlung kommt am heutigen Montag ab 20 Uhr in der Mehrzweckhalle Bracht zusammen. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt: Das neue Bauhof-Konzept.

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Zu den Spezialaufträge des Rauschenberger Bauhofs gehören Wartungs- und Reparaturarbeiten im Freibad. Selbst die Badeaufsicht wird vom Bauhof gestellt. Bauhofleiter Heiko Knöppel verlegt hier neue Fliesen im Durchschreitebecken. Archivfoto: Matthias Mayer

Rauschenberg. Mit der Vorlage des Konzepts setzt der Magistrat einen Arbeitsauftrag des Parlaments vom 12. August 2012 um. Wie Bürgermeister Michael Emmerich (CDU) im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte, ruht das in Absprache mit dem Bauhof-Team erarbeitete Konzept auf drei Säulen:

n Sanierung und Optimierung der Bauhof-Gebäude und des gesamten Areals. n Erhebung des kompletten Fahrzeug-, Geräte- und Werkzeugbestandes und Erstellung einer Liste für bedarfsgerechte Investitionen. n Strategische Neuausrichtung des Bauhofs, der in den vergangen Jahren drei Planstellen verloren hat und sich deshalb auf die wirklich sinnvollen und gut leistbaren Aufgaben konzentrieren soll. Michael Emmerich schätzt den Investitionsbedarf für den Bauhof in den kommenden fünf Jahren auf eine Million Euro. Der Großteil dieser Summe soll schrittweise in die Gebäudesubstanz fließen, wobei der Bürgermeister der energetischen Sanierung der Fahrzeughalle und des Sozialräume-Trakts Vorrang einräumt. Zudem hält es der Kämmerer für wünschenswert, die Freiflächen zum Schutz von Fahrzeugen und Baumaterial teilweise in modulartiger Bauweise zu überdachen. Noch in diesem Jahr soll ein Planer beauftragt werden, gemeinsam mit dem Bauhof-Team Pläne für die schrittweise Umsetzung dieser Ziele zu erarbeiten. Für die Auftragsvergabe stehen, so der Bürgermeister, im Nachtragshaushalt erste Gelder bereit. Neuer Schlepper bringt Entlastung für Winterdienst Für den Fahrzeuge- und Gerätebestand sieht der Bürgermeister an zwei Stellen Handlungsbedarf: Die Stadt benötige zeitnah einen neuen Schlepper und auf Sicht ein neues Transportfahrzeug, da sich die 5000 Euro teure Reparatur eines Ford-Transit ohne TÜV nicht mehr lohne.Der Schlepper werde benötigt, da die Stadt derzeit für den Winterdienst in einem Unimog nur ein Fahrzeug besitze. Für Schneeräumen und Streuen in Rauschenberg und den Stadtteilen benötige der Bauhof mit dem Unimog sieben Stunden. Dieser Zustand sei absolut unbefriedigend. Nach dem Ankauf könne der Schlepper für den Winterdienst in der Kernstadt und im benachbarten Schwabendorf, der Unimog in den anderen Stadtteilen eingesetzt werden, sagte Michael Emmerich, der für den Schlepper mit allen Zusatzgeräten 150000 Euro in den Nachtragshaushalt eingestellt hat. Für drei Aufgabengebiete sieht der Bürgermeister Entlastungsmöglichkeiten für den Bauhof: n Wasserrohrbrüche: Die Reparatur von geborstenen Wasserleitungen gehörten für in besonders in den Wintermonaten beinahe zum Tagesgeschäft des Bauhofs. Oft wurden Trupps in den Nachtstunden alarmiert. Seit der Erneuerung des Leitungsnetzes ist dieser Zustand Geschichte, ohne das sich das Problem ganz erledigt hat. Der Bürgermeister verweist auf vier Wasserrohrbrüchen im Stadtteil Bracht während der Sommermonate. Diese Aufgaben sollen durch eine Rahmenvertrag einem ortsansässigen Unternehmen übertragen werden. n Straßenbauarbeiten: Der Bauhof, der nicht über die für den Straßenbau benötigte Großmaschinen verfügt, soll sich künftig nur noch um die Beseitigung der Schlaglöcher im Frühling kümmern. Die eigentliche Straßenbauarbeiten werden an Firmen vergeben. n Friedhof Kernstadt: Auf dem Kernstadt-Friedhof werden Gräber nicht in einer sich fortsetzenden Reihe vergeben. Diese Vergabepraxis erlaubt im Zusammenspiel mit der Hanglage in der Regel keinen Maschineneinsatz für das Ausheben und Schließen der Gräber. Diese arbeitsintensive Aufgabe soll vom Bauhof auf eine Firma übertragen werden. Kein gemeinsamerAnkauf von Maschinen Im Gegenzug soll der Bauhof deutlich stärker als bislang zur Pflege der Pflegemarkungen eingesetzt werden. Die Pflege von nur zwei Gemarkungen durch einen Fremdfirma habe die Stadt zuletzt 20000 Euro gekostet. Und wegen anderer Aufträge habe die Firma nicht immer zu den günstigsten Zeitpunkten in Rauschenberg arbeiten können, sagte der Bürgermeister.Für diese Arbeiten sieht der Bürgermeister durch den neuen Mobil-Bagger und künftig auch durch den neuen Schlepper mit seine Zusatzgeräten gut gerüstet. Der neue Bagger wurde eigens für die Arbeit im Feld ausgesucht, weil seine besondere Greifarm-Anordnung die Räumung von Gräben erheblich erleichtert. Der gemeinsame Ankauf und die gemeinsame Nutzung von Maschinen mit Bauhöfen aus der Nachbarschaft sieht das Konzept nicht vor. Allerdings soll der mit dem Stadtallendorfer Bauhof gepflegte Austausch von Gerätschaften intensiviert werden.

von Matthias Mayer

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