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Die Esel haben es dem HR-Team angetan

Dolles Dorf Die Esel haben es dem HR-Team angetan

Überraschend war während der Hessenschau am Donnerstagabend Mardorf als „Dolles Dorf“ aus dem Lostopf gezogen worden. Für sechs Stunden hieß es dann gestern „Achtung! Kamera läuft“.

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So eine Eselei: Rudi Schick berichtet dem HR-Filmteam vom Mardorfer Segelverein „Quaker“. Jochen Splettstößer hält derweil die Zügel von Esel „Bonnie“.

Quelle: Karin Waldhüter

Mardorf. Bereits zwei Stunden nach Ende der Hessenschau kam es im Gemeenshaus zu einer ersten Begegnung zwischen dem vierköpfigen HR-Team und den Dorfbewohnern. Ortsvorsteher Heinrich Benner hatte blitzschnell für Übernachtungsmöglichkeiten und die Bewirtung des Teams gesorgt und ein begeisterter Trupp von rund 20 Bewohnern, darunter Vertreter der Vereinsgemeinschaft, waren zu diesem Zeitpunkt bereits im Gemeenshaus zu einer ersten Besprechung versammelt.

Die Mardorfer sind stolz auf ihre Heimat, ihr Brauchtum und ihre Traditionsverbundenheit und ihre „Mardorfer Kinder“: den heutigen Bamberger Bischof Ludwig Schick, den verstorbenen Bischof Eduard Schick, genauso wie auf den jungen Bundestagsabgeordneten Dr. Stefan Heck, wie Jochen Splettstößer vom Ortsbeirat und Karl-Heinz Kräling vom Arbeitskreis Dorfentwicklung berichten.

Besonders liegt den Mardorfern an diesem Tag aber auch auf dem Herzen, für den Fernsehbeitrag aufzuzeigen, wie gut Alt und Jung hier miteinander leben. „Traditionen, Brauchtum, Kulturdenkmäler und Vereine, die das Dorf verbinden, Mardorf ist es wert so gezeigt zu werden“, erläuterten Jochen Splettstößer und Karl-Heinz Kräling, die die Dreharbeiten begleiteten.

"Mardorfer Esel" zieht sich durch die Sendung

Aus dem Filmmaterial ist ein fünfminütiges Dorfporträt entstanden, das heute Abend um 19.30 Uhr in der Hessenschau gezeigt wird. „Es ist viel Schönes zusammengekommen“, freut sich die HR-Redakteurin Susanne Barfuß. Wie ein roter Faden ziehe sich der heimathistorische Name „Mardorfer Esel“ durch die Sendung, verrät sie. Als Künstlerin hat Inge Eismann-Nolte den Mardorfer Eseln auf einem ihrer Werke ein ganz besonderes Gesicht gegeben.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass das Fernsehteam am frühen Freitagmorgen mit den Filmaufzeichnungen im Atelier von Inge Eismann-Nolte beginnt. Kurzerhand wird eine Staffelei aufgebaut, und mit wenigen Strichen entsteht vor der Kamera der typische „Mardorfer Esel“.

Anschließend macht sich das Team auf den Weg zu einem ersten Besuch der Kirche. Später werden dann auch die Kulturhistorikerin Alexandra Splettstößer und Otmar Schick vom Arbeitskreis Dorfgeschichte hinzukommen und Wissenswertes auch über die Elisabeth-Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert berichten.

Während Kameramann Bernd Götz eine besonders schöne Ansicht der Kirche einfängt, fallen ihm vier Kinder auf. Lina, Charlotte, Eric und Emil befreien „freiwillig“ „die Bach“ von starkem Pflanzenbewuchs und lachen fröhlich in die Kamera. Dass es in Mardorf einen Segelverein ohne passenden See gibt, weckt die Neugier des Filmteams. Und Rudi und Marliese Schick haben extra für eine „Segeltour“ Esel „Bonnie“ eingespannt, der gutmütig das angehängte Segelboot durch Mardorf zieht, während Rudi Schick vom Segelverein „Quaker 1993“ erzählt.

Mardorfer Brauchtum vermittelten die Ostereiermalerinnen Kathrin Schick, Rita Gockel und Maria Becker in ihrer Tracht.

von Karin Waldhüter

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