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Die "Eisigen" rocken laue Sommernacht

550 Besucher kamen zum Softeis-Konzert auf den Berg Die "Eisigen" rocken laue Sommernacht

Beim 7. Amöneburger Kulturspektakel, welches unter dem Motto „Sieben“ firmierte, trat zum siebten Male die heimische Rockband Softeis auf.

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Die drei Frontmänner in Aktion (von links): Bassist Werner Eismann, Sänger Ronny Mockau und Gerhard Eismann an der Strat.

Amöneburg. Es war die erste richtige Sommernacht dieses Jahres mit milden Temperaturen bis tief in die Nacht. Im Zwinger der Schlossruine Amöneburg war alles gerichtet. Mit zunehmender Dunkelheit sorgten Fackeln an den ehrwürdigen Mauern für zusätzliche Lichteffekte, als Softeis gegen 22 Uhr die Bühne betrat.

Zuvor hatte die Gruppe Delta Doppelkorn mit ihrer auf Blues ausgerichteten Musik bereits für gute Stimmung gesorgt. Dem nicht nur stimmgewaltigen Frontmann Lars Hansen war sprachlich anzumerken, dass die sechs Jungs aus Deutschlands Norden kommen. Die Einladung an die Harburger Musiker war über die Softeis-Musiker entstanden, die am Rande von Auftritten in Hamburg gastierten und dabei die in den Blues vernarrte Truppe kennen und schätzen gelernt hatte.

„Heute ist wohl der Höhepunkt der Kulturtage“, hatte Vereinsvorsitzender und Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg gesagt und blickte erwartungsfroh dem Abend entgegen. Schließlich zählte er 550 Besucher, als Softeis die Bühne betrat und mit „Supermassive Black Hole“ von Muse eröffnete. Sofort war das altersmäßig überaus gemischte, aber fachkundige Publikum voll dabei.

Die seit 1971 bestehende Band aus dem Amönebuger Stadtteil Mardorf spielte ihren Heimvorteil in ihrem „Wohnzimmer“, wie Urgestein Werner Eismann sich ausdrückte, voll aus. Die „Eisigen“ rockten diese laue Sommernacht mit ihren eigenständigen Cover-Versionen von Queen-, Deep Purple- oder ACDC-Songs.

Zusätzlich sorgten Werner, Gerhard, Michael, Armin und Ronny mit einer aufregenden Bühnenshow und gekonnten Lichteffekten für Begeisterung. Mal tauschten Drummer Michael Walter und Werner Eismann ihre Instrumente oder spielten wenig später zusammen als Drummer-Duo, mal kam zur Filmmusik „Golden Eye“ ein unbekannter James Bond mit Schusswaffe auf die Bühne und erinnerte an den Vorspann des gleichnamigen Films.

Zum Beatles-Song „Come together“ hatte Gastsängerin Friederike Kreh ihren großen Auftritt und Gastgitarrist Alex Pöltel überzeugte bei Status Quos „Rockin all over the world“, sowie dem Stück „Highway to Hell“.

Um Mitternacht verließen die jüngsten Besucher ohne besondere Aufforderung die Schlossruine. Zur Geisterstunde herrschte richtig tolle Stimmung, wobei Gespenster keine Chance gehabt hätten, sich in ihrem Gemäuer Gehör zu verschaffen. Weit nach 1 Uhr war mit dem Queen-Stück „We are the Champions“ als drittes Lied der Zugabe dann endgültig Schluss.

„Klasse Wetter, tolle Atmosphäre, super Musik“, fasste Veranstaltungschef Richter-Plettenberg den Abend zusammen.

von Heinz-Dieter Henkel

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