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Die Einigung gelingt in buchstäblich letzter Sekunde

Schützenverein unterschreibt Pachtvertrag Die Einigung gelingt in buchstäblich letzter Sekunde

Die schier unendliche Geschichte um den Schützenverein Großseelheim hat ein gutes Ende genommen. Das berichtete Bürgermeister Jochen Kirchner am Dienstagabend vor dem Haupt- und Finanzausschuss.

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Nach Einschätzung des Bürgermeisters kann der Verein mithilfe der Fördergelder sein Schützenhaus renovieren.

Quelle: Matthias Mayer

Großseelheim. Der Vorstand des Schützenvereins habe am Dienstag einen Pachtvertrag mit der Stadt Kirchhain unterschrieben, sagte der Bürgermeister erleichtert und nannte die Konditionen:

  • Der Schützenverein zahlt für das 5500 Quadratmeter große städtische Areal einen symbo­lischen Pachtzins in Höhe von einem Euro pro Monat.
  • Die Investoren des Neubaugebiets nordwestliche Ederstraße verpflichten sich zur Zahlung von 88.000 Euro an den Schützenverein, damit dieser zum Zwecke des Lärmschutzes für seine künftigen Nachbarn seinen offenen Schießstand einhausen kann. n Der Schützenverein verpflichtet sich, die Einhausungsarbeiten zu beauftragen und Fördermittel beim Landessportbund zu beantragen.
  • Sobald die Lärmschutz­arbeiten am Schützenhaus abgeschlossen sind, erhält der Schützenverein einen Erbbaurecht-Vertrag über 99 Jahre. Auch dieser Vertrag begrenzt die finanzielle Belastung für den Verein auf einen symbolischen Euro pro Monat.

Laut Bürgermeister liegt die jüngste Kostenschätzung für das Lärmschutz-Paket bei 110.000 Euro. Der Schützenverein hat zu den 88.000 Euro der Investoren noch einmal die gleiche Summe an Fördergeldern zu erwarten. Da bleibe für den Verein genug Geld übrig, um das angejahrte Schützenhaus und das Areal in Stand zu setzen, erklärte Jochen Kirchner.

Nach zwei geplatzten Notarsterminen und fast zwei Jahre währenden Verhandlungen war dies eine Einigung in letzter Sekunde. Die Mitgliederversammlung des Vereins hatte den Vertragsentwurf der Stadt abgelehnt und auf einem zuvor ausgehandelten Vertragsentwurf bestanden.

Hoffnung, dass nun Frieden im Verein und im Dorf einkehrt

Wie Jochen Kirchner gegenüber der OP erklärte, entsprach dieser Entwurf nicht den Bestimmungen des inzwischen geänderter Erbbaurechts. Trotz juristischer Unterrichtung habe der Verein sich geweigert, den neuen Vertrag zu unterzeichnen. Deshalb sei er vom Magistrat ermächtigt worden, nach einem dritten geplatzten Notarstermin eine Räumungsklage anzustrengen.

„Ich bin dankbar, dass es so gekommen ist“, sagte der Erste Stadtrat Dietmar Menz (CDU) erleichtert, der mit dem Bauausschuss-Vorsitzenden Karl-Heinz Geil (SPD) hinter den Kulissen intensiv für eine Einigung gearbeitet hatte. Er hoffe, dass nun wieder Frieden im Verein und im Dorf einkehre sowie auf ein gutes Miteinander zwischen den Schützen und ihren künftigen Nachbarn.

von Matthias Mayer

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