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"Die Division ist ein Zukunftsmodell"

Kommandowechsel "Die Division ist ein Zukunftsmodell"

An diesem Donnerstag gibt Brigadegeneral Stephan Thomas seinen Posten als stellvertretender Kommandeur der Division Schnelle Kräfte ab. Thomas war zugleich General für den Flugbetrieb.

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Das Bild zeigt Brigadegeneral Stephan Thomas bei einer
Verabschiedung in Stadtallendorf. Foto: Nico Engler

Quelle: Engler, Nico_pizdsk

Stadtallendorf. Als stellvertretender Kommandeur der Division Schnelle Kräfte hatte Brigadegeneral Stephan Thomas mehrere weitere zentrale Funktionen. Er war als Standortältester verantwortlich für alle Bundeswehr-Liegenschaften. Als General für den Flugbetrieb hatte er die Verantwortung für die drei der Division unterstellten Heeresfliegerregimenter, bei denen derzeit neue Transport- und Kampfhubschrauber eingeführt werden. Im OP-Gespräch zieht Thomas eine Bilanz seiner zwei Jahre bei der DSK.

OP: Welches Fazit ziehen Sie über Ihre Dienstzeit bei der Division Schnelle Kräfte (DSK) in Stadtallendorf?

Stephan Thomas: Für mich war die Verwendung in Stadtallendorf auch meine erste Erfahrung in Hessen und mit der hessischen Bevölkerung, und ich darf sagen, es hat mir sehr gut gefallen. Die Herzlichkeit und Freundlichkeit vom Bürgermeister und seiner Verwaltung beginnend über die Stadtverordneten und Bürger bis hin zu den Vertretern der Wirtschaft war wirklich beeindruckend. Darüber hinaus war die Versetzung zur Division Schnelle Kräfte für mich als Panzeroffizier eine große Überraschung. Bis dahin hatte ich wenig mit Fallschirmjägern und Heeresfliegern zu tun, mich erwartete viel Neuland. Aber dies ist etwas, das mich an meinem Beruf immer wieder so fasziniert: man kann auch als Brigadegeneral noch etwas dazu­lernen. Zwar war die Aufgabe herausfordernd, sie hat mir aber sehr viel Freude bereitet. Erleichtert wurde mir das rasche Einfinden in meine neue Aufgabe nicht zuletzt durch die umfassende Unterstützung meiner Kameraden, womit wir bei einem weiteren begeisternden Merkmal des Soldatenberufs wären: der Kameradschaft. Ich freue mich zu sehen, wie gut sich der Divisionsstab in der recht kurzen Zeit seit seiner Aufstellung zusammengefunden hat und stetig enger zusammenwächst.

OP: Nach der Umgliederung der Division sind Sie als „General für den Flugbetrieb im Heer“ unter anderem für alle Fragen im Zusammenhang mit dem Betrieb der Heereshubschrauber zuständig. Wie groß war diese Herausforderung für Sie?

Thomas: Als General für den Flugbetrieb im Heer konnte ich die doppelte Herausforderung für unsere drei Heeresfliegerregimenter hautnah miterleben. Hierauf lag ohne Frage der Hauptteil meiner Aufmerksamkeit. Zum einen musste eine neue schlankere Organisationsstruktur eingenommen werden, es galt Personal einzusparen. Gleichzeitig erfolgte zum anderen die Umrüstung auf die neuen Flugmuster Kampfhubschrauber Tiger und Transporthubschrauber NH 90. Hier war eine immense Kraftanstrengung von allen Beteiligten gefordert. Diese neuen Maschinen stellen einen Mehrgenerationensprung in der Technik dar, wahrlich eine herkulische Aufgabe für unsere Truppe aber auch für die Industrie. Ich bin froh, dass hier wichtige Entscheidungen auf den Weg gebracht werden konnten. Nach einem steinigen Weg in der Anfangszeit sehen wir nun, dass sich die Situation kontinuierlich verbessert.

OP: Neben stellvertretendem Divisionskommandeur und General für den Flugbetrieb im Heer sind Sie auch Standortältester. Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Standortes Stadtallendorf?

Thomas: Wie der gesamte Divisionsstab bin ich sehr freundlich aufgenommen worden und fühle mich hier ausgesprochen wohl. Gemeinsam können wir hoffnungsfroh in die Zukunft schauen, die Division Schnelle Kräfte ist ein Zukunftsmodell und hier in Stadtallendorf gut aufgestellt. Wir werden auch in den nächsten Jahren weiter in den Standort investieren, um auch künftig für die Angehörigen unserer Division attraktive und moderne Dienst- und Lebensbedingungen bieten zu können.

von Michael Rinde

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