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Die Bundeswehr stand Pate

Der Kindergarten St. Michael feiert sein 50-jähriges Bestehen Die Bundeswehr stand Pate

Als fester Bestandteil der Erziehung, aber auch der Integration in Stadtallendorf feiert der katholische Kindergarten St. Michael in der anstehenden großen Festwoche sein 50-jähriges Bestehen.

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Die Kinder können es kaum noch abwarten: Zwischen Mittwoch und Samstag feiert ihr Kindergarten St. Michael gleich mehrere Feste zum 50-jährigen Bestehen der Einrichtung. Foto: Yanik Schick

Stadtallendorf. Im Vergleich zu früher hat sich vieles innerhalb der Kindergartenmauern verändert. Die bislang größte Umstrukturierung in seiner Geschichte erlebte der Kindergarten 2002. In diesem Jahr wurde die Hausmeisterwohnung frei, der Kindergarten bekam die einmalige Chance, sich zu erweitern und dringend benötigte Fläche für die Kinderbetreuung zu schaffen. Rund ein halbes, aufregendes Jahr sowie eine Grundsanierung später zählte das Haus drei neue Räume und bot damit deutlich mehr Möglichkeiten, den Alltag der Kindergartenkinder interessanter zu gestalten.

„Es ist ein anspruchsvoller Job, aber es macht sehr viel Freude, weil wir direkte Rückmeldungen der Kinder bekommen“, sagt eine Frau, die weiß, wovon sie spricht. Rita Feldpausch hat fast die gesamte Entwicklung der Einrichtung miterlebt und zum Teil sogar selbst initiiert. Die Leiterin des Kindergartens ist inzwischen 39 Jahre im Amt. „Viele Eltern, die heute ihre Kinder hierher bringen, habe ich selbst betreuen dürfen“, erinnert sie sich noch gut an ihre ersten Arbeitstage in Stadtallendorf.

Dass man damals überhaupt auf den Gedanken gekommen war, in der wachsenden Industriestadt einen Kindergarten aufzubauen, war stark mit den Planungen der Bundeswehr verbunden. Die errichtete nämlich Anfang der 1960er-Jahre in Stadtallendorf ihren Standort und baute durch die Militärseelsorge im neuentstandenen Wohngebiet „Am Lohpfad“ eine Kirche.

Den in der Umgebung einziehenden Familien fehlte zunächst eine Einrichtung, in der die Kinder tagsüber bleiben konnten. Also entstand direkt neben der Kirche nahezu spontan ein kleines Gebäude, das die inzwischen eigenständige katholische Kirchengemeinde St. Michael im Februar 1964 offiziell als Kindergarten einweihte. Die Führungsposition übernahmen Ordensschwestern. „Unser Einzugsgebiet belief sich von Anfang an auf ganz Stadtallendorf“, erklärt Feldpausch.

Neben dem konfessionellen Erziehungshintergrund arbeiten die zehn Erzieherinnen des Kindergartens nach einem teil­offenen Konzept. Das heißt, jedes Kind gehört grundsätzlich fest einer von drei Gruppen an. Zu bestimmten Anlässen kommen die Drei- bis Sechsjährigen allerdings zusammen und erarbeiten Bewegungs-, Musik- und Kreativprojekte oder besuchen die Senioren im benachbarten Altenpflegeheim St. Bonifatius.

Gerade diese vielfältigen Angebote seien laut Rita Feldpausch ein Grund dafür, warum der Kindergarten seit Jahren an die Grenzen seiner Aufnahmekapazitäten stoße. Dazu profitiere die Einrichtung von ihrer geografischen Lage. „Wir haben das letzte Haus am Rand der Stadt, danach kommt Feld und Nichts. An unserem Spielplatz fährt deswegen fast kein Auto vorbei und es ist angenehm ruhig.“

Nun plant Feldpausch gemeinsam mit ihren Kolleginnen seit Monaten eine gebührende Feier des 50-jährigen Jubiläums. Los geht’s am morgigen Mittwoch mit einem großen Frühstück für die ganze Familie.

Am Donnerstag führen dann die Eltern im Rahmen der 22. Kunst- und Kulturtage für ihre Liebsten „Der gestiefelte Kater“ als Theaterstück in der Stadthalle auf. Des Weiteren ist ein Ehemaligentreffen mit historischer Bilddokumentation geplant und für Freitag ein Gottesdienst, „bei dem die ganze Pfarrgemeinde eingeladen ist. Wir hoffen, dass die Kirche richtig voll wird“, so Feldpausch. Am Samstag endet die Veranstaltungsreihe mit einem ausgiebigen Fest für die Kinder auf dem eigenen Spielplatz.

von Yanik Schick

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