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Die Brießelstraßeist das einzige Nadelöhr

Umleitung in Kirchhain Die Brießelstraßeist das einzige Nadelöhr

Noch rund drei Wochen ist die Untergasse wegen Bauarbeiten voll gesperrt. Die Umleitung des Verkehrs durch die Altstadt funktioniert - aber nicht immer reibungslos.

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Dieses Bild des Altstadt-Anwohners Hans Rutz hätte es gar nicht geben dürfen: Der Fahrer dieses polnischen Tanklastzugs fährt unter Missachtung aller Durchfahrtsverbote für den Schwerlastverkehr durch die Kirchhainer Altstadt über die Gänseburg. Foto: Hans Rutz

Kirchhain. „Den Verkehrskollaps sehen wir nicht“, konstatiert Gordon Schneider, der als Fachbereichsleiter unter anderem auch für die städtische Straßenverkehrsbehörde zuständig ist. Es liege in der Natur der Sache, dass es zu den Hauptverkehrszeiten morgens und am frühen Abend Behinderungen auf den Umleitungsstrecken durch die enge Altstadt gebe, sagte Schneider. Auf der anderen Seite hätten sich vermeintlich neuralgische Punkte wie die Einmündung einer Umleitung am Annapark als unproblematisch erwiesen.

Anwohner der Straßen Gänseburg und Hinter der Mauer beklagten sich gegenüber der OP über eine zu hohe Verkehrsbelastung vor ihrer Haustür. „Einer biegt ab und 20 fahren hinterher“, beschwerte sich ein Bewohner der ehemaligen Anliegerstraße Hinter der Mauer, die parallel zur Untergasse zum Festplatz führt. Dieser fragte sich, warum die Stadt die innerörtlichen Umleitungen nicht ausgeschildert habe.

Die Stadt habe dies nur für die großräumige Umleitung des Schwerlastverkehrs gemacht. An der letzten Wendemöglichkeit für Lkw vor der Baustelle gebe es zudem Durchfahrtverbotsschilder für Lkw, erläuterte Gordon Schneider. Auf eine innerörtliche Umleitungsbeschilderung habe die Stadt verzichtet, da Pkw- und Zweirad-Fahrer am Amöneburger Tor und auf der Borngasse intuitiv den richtigen Weg fänden. Er habe überhaupt nichts dagegen, wenn Ortskundige kleine Straßen wie Hinter der Mauer nutzten, zumal diese die Altstadt an anderer Stelle entlasteten.

Entlastung kann die Brießelstraße gebrauchen, die sich bei Testfahrten der OP-Redaktion als einziges Nadelöhr erwies. An den zur Verkehrsberuhigung eingebauten Blumenkübeln staut sich der Verkehr ebenso wie an den größeren Kreuzungen.

Auf den anderen Straßen fließt der Verkehr in angemessenem Tempo. Es sei denn, es verirrt sich ein Brummi-Fahrer in die Altstadt, wie ihn Anwohner Hans Rutz (siehe oben) fotografierte. Sein bitterer Kommentar: „Wieder ein herausragender Erfolg der professionellen Kirchhainer innerstädtischen Verkehrslenkung während der Bauphase der Sanierung Untergasse / Amöneburger Tor. Rechtlich abgesichert mit dem ,Kirchhainer Landrecht‘, §1 und §2.“

von Matthias Mayer

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