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Spende für Bürgermeisterstein

Der vergessene Gedenkstein

In Kirchhain gibt es einen Gedenkstein, der aus dem Bewusstsein der Stadt weitgehend verschwunden ist. Daran möchte der Kirchhainer Heimat- und Geschichtsverein etwas ändern.
Den Erlös aus seiner „Friedensnagelung“ in Höhe von knapp 1 100 Euro überreichte Kerstin Ebert für den Heimat- und Geschichtsverein an Bürgermeister Jochen Kirchner /2. von rechts). Mit dabei sind (von links) Klaus Damm und Klaus Weber – Kassierer und  Vorsitzender  des Fördervereins Kirchhainer Kulturdenkmäler und Initiator Harald Pausch. Kleines Foto: Der Bürgermeisterstein. Fotos: Matthias Mayer / Harald Pausch

Den Erlös aus seiner „Friedensnagelung“ in Höhe von knapp 1 100 Euro überreichte Kerstin Ebert für den Heimat- und Geschichtsverein an Bürgermeister Jochen Kirchner /2. von rechts). Mit dabei sind (von links) Klaus Damm und Klaus Weber – Kassierer und Vorsitzender des Fördervereins Kirchhainer Kulturdenkmäler und Initiator Harald Pausch. Kleines Foto: Der Bürgermeisterstein. Fotos: Matthias Mayer / Harald Pausch

Kirchhain. Kirchhain. Die Vereinsvorsitzende Kerstin Ebert übergab gestern im Rathaus einen Spendenscheck über 190,84 Euro an Bürgermeister Jochen Kirchner, der zweckgebunden zur Aufarbeitung und Sicherung des Bürgermeistersteins verwendet werden soll. Selbst der Bürgermeister wusste bis gestern nichts mit dem Begriff Bürgermeisterstein anzufangen.

Harald Pausch vom Heimat- und Geschichtsverein und Klaus Weber, der Vorsitzende des Fördervereins Kirchhainer Kulturdenkmäler, brachten im Zusammenspiel Aufklärung. Der Bürgermeisterstein sei eigentlich ein Wappenstein, der die Brüstung der 1665 erbauten dreibogige Sandsteinbrücke über die Ohm geziert habe. Der Stein trage die Wappen des damaligen Bürgermeisters, des Baumeisters und der Schöffen, erklärte Harald Pausch.

Klaus Weber kann sich aus seinen Kindheitstagen noch gut an die alte Ohmbrücke und den Bürgermeisterstein erinnern. Die Brücke sei ein beliebter Spielplatz gewesen. Nach dem Abriss der Brücke in den 1960er Jahren sei der bei den Kämpfen um Kirchain am 28. März 1945 durch Beschuss beschädigte Stein auf eine Wiese ins Ohmtal versetzt worden. Klaus Weber, der den Zugang zum Stein mit der Motorsense freigeschnitten hat, berichtete von starken Verwitterungen auf der Westseite des Steines mit kaum noch lesbaren Inschriften. Dagegen befinde sich die Ostseite mit den Wappen in einem guten Zustand.

Jochen Kirchner dankte für die Spende, die die Stadt in die Lage versetze, sich um die Aufarbeitung des Bürgermeistersteins zu kümmern und einen angemessen Standort für den Stein zu finden, um diesen den Kirchhainer Bürgern näher zu bringen.

Die Spende ist gewissermaßen ein Nebenprodukt der großartigen Ausstellung, die der Heimat- und Geschichtsverein im Wesentlichen in der Person von Harald Pausch zu 100 Jahre Erster Weltkrieg in Kirchhain auf die Beine gestellt hat. „Die Ausstellung war ein Mega-Erfolg. Nach der Eröffnungsfeier kamen weitere 350 Besucher“, sagte Kerstin Ebert gestern. Die Besucher konnten nicht nur bedrückende Eindrücke von den Kriegsfolgen für die Stadt udn deren Bürger mitnehmen, sondern sich für einen guten Zweck an einer „Friedensnagelung“ beteiligen. Wie die OP seinerzeit berichtete, sollte die auf eine Idee von Harald Pausch zurückgehende „Friedensnagelung“ ein Gegenstück zur der „Kriegsnagelung“ sein, die es zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Kirchhainer Bahnhofshotel gab.

Gegen eine Spende von mindestens einem Euro durften die Besucher einen silberfarbenen Nagel auf einen blauen Wappenschild einschlagen. Zusammen ergeben die Nägel das Emblem des in der EU vereinten Europa, das Wort Frieden in vier Sprachen sowie die Jahreszahlen 1914 und 2014.

In Absprache mit dem Förderverein Kirchhainer Kulturdenkmäler sei der Vorstand des Heimat- und Geschichtsvereins übereingekommen, den Erlös aus der Friedensnagelung nicht in das Langzeit-Projekt Stadtmauer-Erhaltung, sondern in ein überschaubares Projekt zu stecken. Die gemeinsame Wahl beider Vereine sei deshalb auf den Bürgermeisterstein gefallen, sagte Kerstin Ebert.

von Matthias Mayer

[Marius Mayer]

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