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Der schräge Klang der Trompete Klara

Komödie Der schräge Klang der Trompete Klara

Die Theatergruppe Ernsthausen freute sich zur Premiere über ein volles Haus. Die Komödie „Meine Frau, die Wechseljahre und Ich“ bot an zwei Abenden Situationskomik und eheliche Szenen, die mancher kennt.

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Helga (Heidi Hauer) und Anton Knopf (Ernst Hermann Kuhn) mit seiner geliebten Trompete Klara, die in dem Stück für reichlich Verwirrung sorgt. Foto: Karin Waldhüter

Ernsthausen. Besser hätte der Premierenabend nicht verlaufen können: Ein volles Haus, spielfreudige Schauspieler, die sich von Beginn an in Bestform präsentierten und ein Publikum, das am Ende minutenlang applaudierte und mit Bravo-Rufen seine Begeisterung zeigte.

Alle zwei Jahre steht die Theatergruppe Ernsthausen mit einem Dreiakter im Storchennest auf der Bühne und viele Besucher wissen: „Es ist immer wieder schön.“ Zweideutigkeiten aufgrund von etlichen herrlichen Missverständnissen sind das Salz in der Suppe dieser 120-minütigen Komödie aus der Feder von Betti und Karl-Heinz Lind. Sie sorgten in Ernsthäuser Dialekt nicht nur für humorvolle Szenen am laufenden Band, sondern hielten auch die Spannung bis zum Schluss aufrecht.

Zum Inhalt: Eigentlich wollte Anton Knopf (grandios gespielt von Ernst Hermann Kuhn) sein bevorstehendes Rentnerleben mit Faulenzen und einem Bierchen in der Hand („die einzige Blondine, die nicht widerspricht“) das Leben genießen, doch plötzlich bekommt das Wörtchen „wir“ für Anton eine ganz neue Bedeutung. Denn mit dem schlagartigen Eintreten der Wechseljahre will sich plötzlich seine Frau Helga (Heidi Hauer) verwirklichen. „Wir müssen abnehmen, wir müssen Sport treiben und wir brauchen ein Hobby“ lautet ab sofort die Devise. „Wenn Gott gewollt hätte, dass ich Salat esse, wäre ich ein Kaninchen geworden“, findet Anton und kippt das ungeliebte Grünzeug kurzerhand in den Blumentopf. Um sich dem Ansinnen seiner Frau zu entziehen hat sich Anton längst selbst ein lautstarkes Hobby gesucht, das die ganze Familie nervt. Mehrmals am Tag übt er auf seiner Trompete, die er liebevoll Klara nennt und die auch schon mal in der Besucherritze übernachten darf.

Helgas Freundin Berta Breit (Diana Müller) dagegen wäre froh, wenn bei ihr ein Mann auf dem Sofa rumliege. „In ein paar Wochen hast du einen eigenen Fußwärmer“, verspricht Helga und gemeinsam gehen die beiden auf Partnersuche im Internet. „Frauen haben ein Aufräum-Gen“, davon ist Anton überzeugt und verdonnert seine Tochter Sophie (Elena Stiel) zum Aufräumen und kritisiert deren Männergeschmack. Die neugierige Nachbarin Anna Berg (Marina Kann) hat ihr eigenes erotisches Geheimnis und der von Anton wenig geliebte Klaus-Dieter (Walter Müller) weiß genau, was Helga gefällt.

Für Verwirrung sorgt das Verschwinden von Trompete Klara. Als ein Erpresserbrief, mit der Forderung nach Lösegeld auftaucht, gerät Antons Welt aus den Fugen. Kommissar Alois Blond (Jörg Debus) und dessen wandlungsfähiger Assistent Harry Hirsch (Tim Heinmöller) begeben sich auf die Suche nach Antons heißgeliebter „Klara“. Neben der Bühne führte Moderator Volker Ploch durch den Abend. Regie hatte Susanne Hahn, Daniela Trier soufflierte und Katharina Zill war für die Maske verantwortlich. Der Posaunenchor sorgte für Livemusik.

von Karin Waldhüter

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