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Der "scheppe Berg" war schon Bonifatius im Weg

Karneval Der "scheppe Berg" war schon Bonifatius im Weg

Vom schlechten Blick des Bonifatius bis hin zur Posse um Marco Reus - die Themen, denen Roßdorfs Narren sich beim vierten Büttenabend widmeten, waren einmal mehr sehr vielfältig.

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Eine Zuschauerin sammelt Erinnerungen an den Auftritt der Prinzengarde, die später noch als Zwerge verkleidet auftrat.

Quelle: Yanik Schick

Roßdorf. Was wäre der Roßdorfer Büttenabend ohne die Kult-Auftritte von Stephan Maus und Winfried Bieker? Auch in diesem Jahr diskutierten die beiden RCC-Vorzeigeredner leidenschaftlich und mit ihrem unverwechselbaren Platt über das, was sich an Gesprächsstoff angesammelt hatte.

„Zum Beispiel das Atmen-Projekt“, polterte Maus im Hinblick auf das neue Entwicklungskonzept der Stadt Amöneburg, „man meent, die wolle do owe en Luftkurort uffmache“.

Winfried Bieker hatte derweil ein Plakat gesehen, auf dem für die Aufführung des Stücks „Die 3 von der Tankstelle“ bei den Schlossfestspielen geworben wird. „Mei hu doch gar keene Tankstelle hey in der Stadt“, stellte er spitzfindig fest.

Maus und Bieker seit 14 Jahren Erfolgsduo

Unter dem Applaus der 250 Zuhörer erteilte Sitzungspräsident Christopher Greb den beiden am Ende ihrer Büttenrede „Die Schwotz en de Berg“ ein Sonderlob. Seit 14 Jahren sind Maus und Bieker mittlerweile das Erfolgsduo des RCC.

Maus, Ortsvorsteher und Vorsitzender des RCC, hatte da aber noch einen zweiten Auftritt vor sich. Er kehrte später als „Obermessdiener“ zurück auf die Bühne und räumte prompt mit einem - aus seiner Sicht - deutlichen Missverständnis auf. So habe Bonifatius im achten Jahrhundert, als er in Amöneburg ein Kloster gründete, eigentlich nach Roßdorf gewollt.

„Er wollte zu uns, doch blieb vor dem Berg stehen - denn er konnte wegen dem scheppen Kimmel nichts sehen“, so der Messdiener Maus, der sich mit „Deer-zou-luja“ von der närrischen Gemeinde verabschiedete.

Nachdem Regina Fischer bereits am Nachmittag beim Seniorenkarneval aufgetreten war, feierte sie auch beim Büttenabend ihre RCC-Premiere als „Miss Sauerkraut“. Gemeinsam mit Marius Maus, der ihren Vortrag mit dem Akkordeon unterstützte, nannte Fischer die vielen Vorteile des deutschen Nationalgerichts: „Als Lotion für eure Haut, ja Leut‘, da hilft nur Sauerkraut.“

Prinzen-, Jugend- und Präsidentengarde gefallen

Aus Niederklein war Büttenredner Christoph Grimmel zu Gast, der sich mit den deutschlandweit interessanten Themen des vergangenen Jahres befasste. Dazu gehörte die Posse um Fußball-Nationalspieler Marco Reus, der lange Zeit ohne Führerschein mit dem Auto unterwegs gewesen war.

Grimmels Theorie: „Er darf jetzt bei Dortmund auch nicht mehr ins Entmüdungsbecken, denn neben dem Führerschein hat er auch beim Seepferdchen geschummelt.“ Der einzige, der indes an diesem Abend von seinen Witzen ausgenommen war, war Lothar Matthäus. Der sei schließlich im Krankenhaus - „er will bei der Geburt seiner nächsten Freundin dabei sein“, klärte der „Gleer Jung“ auf.

Für Abwechslung zwischen den vielen Wortbeiträgen sorgten derweil einige Unterhaltungsgruppen. Die Prinzen-, Jugend- und Präsidentengarde brachten jeweils eindrucksvolle Tänze auf das Parkett, auch die Auftritte der auswärtigen Gruppen aus Anzefahr und Michelbach wirkten filigran, während sich das Roßdorfer Männerballet „The Flying Hippos“ immerhin um selbiges Attribut bemühte.

Die RCC-Klatschweiber zeigten mit einer Darstellung von „Zirkus Klatschini“ ebenso wie das Tanzmariechen Alissa Jansen eine Menge Akrobatik.

von Yanik Schick

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