Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Der fünfte Streich gilt Kirchhain

Sparkassen-Einbrüche Der fünfte Streich gilt Kirchhain

Die Nachricht vom Einbruch in die Kirchhainer Sparkassen-Filiale verbreitete sich am Freitagmorgen wie ein Lauffeuer in der Stadt. Der meist gehörte Dialog: „Haste schon gehört?“ „Hab‘ ich schon.“

Voriger Artikel
Alte Kaserne steht jetzt im Fokus
Nächster Artikel
Anzefahrer Sänger holen den Hammer raus

Besucher der Kirchhainer Sparkassen-Filiale kamen am Freitagvormittag nur in den Vorraum mit den Geldautomaten. Die eigentlichen Geschäftsräume blieben geschlossen.

Quelle: Michael Rinde

Kirchhain. Sparkassen-Kunden gelangten nur bis in den Vorraum mit den Geldautomaten. Die Glastürenfront zum Schalterraum blieb verschlossen. Auf den Scheiben klebten Zettel mit der Aufschrift: „Wegen technischer Störung heute geschlossen.“ Das ist der inzwischen jedermann bekannte Standardcode für ein Verbrechen zu Lasten eines Geldinstituts.

Nach ersten Ermittlungen der Marburger Kriminalpolizei drangen bislang unbekannte Täter in der Nacht zum Freitag von der Rückseite in die Geschäftsräume der Sparkasse ein, brachen dutzende der Sparbuch-Schließfächer auf, räumten diese aus und verstreuten den Inhalt auf dem Boden.

„Allein der entstandene Sachschaden beträgt mehrere tausend Euro“, schreibt der Marburger Polizeisprecher Martin Ahlich.

Und der Schaden für die Kunden?

Den kann es laut Mietvertrag für die Sparbuch-Schließfächer eigentlich gar nicht geben, denn diese Fächer sind, wie der Name schon sagt, ausschließlich für die Verwahrung von Sparbüchern gedacht. Ob sich alle Kunden daran halten? „Das wissen wir nicht, denn wir haben keine Möglichkeit, das zu überprüfen“, erklärt Sparkassen-Pressesprecher Michael Frantz gegenüber der OP.

Die Sparkasse Marburg-Biedenkopf mutmaße ebenso wie die Polizei, dass die Täter in den Fächern mehr als nur für sie nutzlose Sparbücher erwarteten. „Die Sparkasse informiert schon seit Anfang der Woche erneut alle Mieter von Sparbuch-Schließfächern telefonisch und per Brief, dass in den Schließfächern ausschließlich Sparkassen-Sparbücher gelagert werden dürfen“, sagt Michael Frantz, der außerdem zusätzliche Schutzvorkehrungen für die 59 Geschäftsstellen seines Hauses ankündigt.

Die Sparkasse Marburg-Biedenkopf zählt zu den wenigen Kreditinstituten, die einen Verwahrservice für die Sparbücher ihrer Kunden anbietet.

Nicht zuletzt deshalb ermittelt die Kripo nach einem Zusammenhang mit den gleichgearteten Einbrüchen in die Sparkassen am Richtsberg, in Wetter, Gladenbach, Cappel und jetzt in Kirchhain.

  • Wer zu den Tatzeiten in oder an den Gebäuden der betroffenen Filialen Personen oder Fahrzeuge bemerkt hat, wird gebeten, sich mit der Kriminalpolizei in Marburg in Verbindung zu setzen. Telefon: 06421-406-0.

von Matthias Mayer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Serientäter
Die Polizei fahndet nach Einbrechern, die in der Nacht zu Freitag Schließfächer in einer Sparkassenfiliale in Kirchhain ausräumten. Foto: Archiv

Bisher unbekannte Täter haben in der Nacht von Donnerstag auf Freitag Schließfächer in einer Filiale der Sparkasse Marburg-Biedenkopf in der Kirchhainer Bahnhofstraße aufgebrochen.

mehr

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr