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Der erste Turm erreicht 136,8 Meter

Endmonatge hat begonnen Der erste Turm erreicht 136,8 Meter

Die Erweiterung des Windparks im Burgholzer Forst geht in die Endphase. Der riesige Schwerlastkran hat inzwischen die Baustelle erreicht. Mit seiner Hilfe wurde der erste der drei Hybridtürme um 58 Meter aufgestockt.

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Burgholz. Die Wiesbadender Firma AboWind hat die drei Standorte projektiert und lässt die Windräder vom Typ Nordex 117 derzeit errichten, um sie anschließend zu verkaufen. Dieser Windrad-Typ wurde speziell für Schwachwind-Standorte im Binnenland entwickelt und deshalb mit gewaltigen Rotoren von 117 Metern Durchmesser ausgestattet. Die Maschinen erreichen so eine Leistung von jeweils 2,4 Megawatt.

Die Arbeiten im Staatswald begannen im Frühjahr mit den Wegearbeiten und der Anlage der Bauplätze. Auf das Ausheben der Baugrube folgte das Betonieren der 364 Quadratmeter großen Fundamentplatten, in die jeweils 614 Kubikmeter Beton eingearbeitet wurden.

Dann wuchsen die Türme allmählich in die Höhe. Die ersten 78,80 Meter wurden nach dem Lego-Prinzip aus fertigen Betonelementen gebaut. Dieser Bauabschnitt wurde an allen drei Standorten schon vor einigen Wochen abgeschlossen.

Die Stahlrohrelemente für die oberen 58 Meter der Türme, die Generatorengondeln und zum Teil auch die 58,5 Meter langen Rotorblätter brachten Schwertransporter in den vergangenen Tagen zu den am Kirchhainer Nordic-Walking-Paradies gelegenen Baustellen. Und am frühen Donnerstagabend hievte das Bauteam mithilfe des Schwerlastkrans das letzte Stahlrohrelement auf den Turm am Standort 2. Der erreichte damit eine Höhe von 136,80 Meter. Gekrönt wird das Bauwerk von der mehr als vier Meter hohen Gondel, die mit einem Gewicht von 113 Tonnen das schwerste Bauteil ist. Nach der Montage des Rotors folgt der spektakulärste Akt: Weil die beengten Platzverhältnisse im Wald es nicht erlauben, den Rotor mit den Abmessungen eines Fußballplatzes in Gänze hochzuziehen, muss dieser in 140,5 Metern Höhe aus vier Teilen zusammengebaut werden.

Nach dem Bauplan von AboWind sollen die drei neuen Anlagen im November ans Netz. Die dann fünf Windräder im Burgholzer Forst werden eine stolze Gesamtleistung von 12 Megawatt haben.

von Matthias Mayer

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