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Der erste "Neuling" ist bereits im Dienst

Feuerwehr Kirchhain Der erste "Neuling" ist bereits im Dienst

Kaum eingetroffen, hatte das neue Kirchhainer Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 10 in den vergangenen Tagen bereits seine ersten beiden Einsätze in der Kernstadt.

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Kirchhains Stadtbrandinspektor Reinhold Bonacker (von links), der Feuerwehr-Nachwuchs und Bürgermeister Olaf Hausmann stehen vor dem neuen „LF 10“. Foto: Michael Rinde

Kirchhain. Vor einer Woche holten Feuerwehrleute aus Kirchhain „ihr“ neues Fahrzeug beim Hersteller ab. Bei der abendlichen Ankunft warteten neben Bürgermeister Olaf Hausmann rund 30 Feuerwehrleute auf das Löschgruppenfahrzeug. „Schön zu sehen, wie sehr sich die Feuerwehrleute identifizieren“, sagte Hausmann.

Das „LF 10“ ist ein Katastrophenschutzfahrzeug, das entsprechend vom Land gefördert wird und zum Katastrophenschutz-Zug der Feuerwehr Kirchhain gehören wird. Sprich: Bei Großeinsätzen oder in Katastrophenfällen steht dieser Zug samt dem neuen LF 10 dann auch überörtlich zur Verfügung.

Das neue Fahrzeug ersetzt gleich zwei Vorgänger, ein jahrzehntealtes Löschgruppenfahrzeug 8 und einen Rüstwagen, einen geländegängigen Unimog. Ihn hatten Feuerwehrleute seinerzeit noch selbst auf Vordermann gebracht.

Nach dem aktuellen, gerade im vergangenen Jahr verabschiedeten Bedarfs- und Entwicklungsplan kommt die Feuerwehr Kirchhain mit weniger Fahrzeugen aus, das Konzept wurde entsprechend angepasst. „Nicht die Zahl der Fahrzeuge ist entscheidend, sondern deren Qualität und die Ausbildung wie auch Anzahl der Feuerwehrleute“, verdeutlicht Stadtbrandinspektor Reinhold Bonacker das Grundprinzip dahinter.

Auf dem neuen Fahrzeug ist nun auch neben einer Fülle weiterer Beladung der akkubetriebene zweite Rettungssatz für technische Hilfeleistungen untergebracht. Ihn besitzt die Feuerwehr seit vergangenem Jahr und hat mit ihm bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Zu einem Rettungssatz gehört hydraulisches Gerät wie Schere und Spreizer, das vor allem bei Unfällen zum Einsatz kommt. Der neue Rettungssatz sei, anders als der an ein Aggregat gebundene, nicht nur stärker, sondern auch flexibler einsetzbar, erläutert Bonacker. Auf dem neuen „LF 10“ befindet sich auch ein 1000 Liter fassender Wassertank. So ist die neunköpfige Besatzung für eine schnelle erste Brandbekämpfung gerüstet. Zwei Mal war das Fahrzeug schon im Einsatz.

Tanklöschfahrzeug wird schon erwartet

Zum einen beim Wohnhausbrand vor einer Woche, zum anderen auch bei den drei nächtlichen Fahrzeugbränden am vergangenen Wochenende. Derzeit läuft aber noch die Ausbildung der Besatzung am neuen Fahrzeug. In diesem Jahr erhält die Kernstadt-Feuerwehr zudem ein weiteres Fahrzeug: Im Juni wird ein „TLF 4000“ erwartet, umgangssprachlich gerne als „großer Tanker“ bezeichnet. Dieses Fahrzeug fasst 4000 Liter Wasser und ist bei Löscheinsätzen, bei denen die Wasserversorgung über Hydranten nicht so ohne Weiteres möglich ist, von zentraler Bedeutung. Deshalb kommt das Fahrzeug auch außerhalb Kirchhains zum Einsatz. Das jetzige Tanklöschfahrzeug ist inzwischen mehr als anfällig, es ist seit 1983 in Betrieb und musste dringend ersetzt werden.

Dabei bleibt es nicht. Als Nächstes steht ein neues Fahrzeug für die Schönbacher Wehr an. Außerdem muss Kirchhain in den Stadtteilen in seine Gerätehäuser investieren. Das nächste große Vorhaben ist der Neubau des Gerätehauses in Großseelheim. Aktuell wartet die Stadt auf den Zuschussbescheid des Landes dafür. „Dann könnten wir auch loslegen“, verbreitet Hausmann Zuversicht. Bei den Planungen für Großseelheim hat sich die Verwaltung am Anzefahrer Neubau orientiert, der sich bewährt habe. „Warum sollen wir das Rad auch neu erfinden?“, fragt Hausmann.

Investitionsbedarf gibt es auch noch in Sindersfeld, Langenstein, Betziesdorf und Niederwald. Das will die Stadt Kirchhain kontinuierlich abarbeiten. Dabei werden auch die Ergebnisse der in diesem Jahr anstehenden Überprüfungen der Unfallkasse Hessen eine wichtige Rolle spielen.

von Michael Rinde

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