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Der Verstand soll den Weg vorgeben

Biker-Saison Der Verstand soll den Weg vorgeben

Die Saison der Biker hat begonnen. Beim feierlichen Motorradgottesdienst in der Stadtallendorfer Stadtkirche holten sich die Zweirad-Piloten den Segen für die bevorstehenden Fahrten.

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Rund 200 Biker holten sich den Segen für die Motorradsaison ab.Fotos: Yanik Schick

Stadtallendorf. Ungewöhnlicher Anblick in der Kirche: Männer und Frauen in schweren Ledermonturen saßen auf den Kirchenbänken. Motorradhelme schmückten den Altarraum, und anstelle der klassischen Orgelmusik sorgte die Band GosPop für die musikalische Gestaltung des Gottesdiensts.

Bereits zum 17. Mal eröffneten die Motorradfreunde Marburger Land ihre Saison in der Kirche. Ungefähr 200 Biker, die ihre Gefährte kollektiv auf den Parkplätzen vor der Stadthalle abgestellt hatten, waren der Einladung nach Stadtallendorf gefolgt. „Es ist die etwas leichtere Art, Kirche zu machen. Aber wir haben ein gutes Gefühl danach“, klärte der Vorsitzende des ausrichtenden Klubs, Jürgen Wasserberg, auf.

Die Messe selbst leitete Pfarrerin Stefanie Busch, als Gast hielt der katholische Pfarrer Diethelm Vogel die Predigt. Vogel, der mit 18 Jahren den Motorradführerschein gemacht hatte, sprach, passend zum Thema, über die positiven und negativen Aspekte eines Navigationssystems. Zwar zeige die Technik dem Fahrer immer die richtige Route, der eigene Verstand müsse dabei aber trotzdem immer eingeschaltet sein. „Auf der Straße muss man aufmerksam und handlungsbewusst sein. Das gilt aber auch für den Weg, den man durch das Leben geht“, erklärte Vogel.

Fürbitten, die auf die Anliegen der Motorradfahrer zugeschnitten waren, sowie das „Biker-Vater-Unser“ rundeten den Gottesdienst ab. Die BandGosPop („Gospel, Pop and more“) weckte mit vielen Hits schon große Vorfreude bei den Zuhörern. Denn nachdem die Fahrzeuge traditionell mit Weihwasser gesegnet worden waren, ging es auf die Straße: 40 Kilometer Ausfahrt standen den Bikern bevor. „Wir wollen gemeinsam etwas erleben und womöglich alte Kontakte wieder aufleben lassen“, freute sich Wasserberg auf den Trip.

Im Anschluss - und das darf beim richtigen Anlassen sowieso nicht fehlen - führte es die passionierten Motorradfahrer zurück auf den Hof der Stadtkirche, wo nun reichlich Zeit für „Benzin-Gespräche“ gekommen war. Über allerhand Details der einzelnen Fahrzeuge tauschten sich die Biker bis in den Abend hinein aus, sodass nun einer erfolgreichen Zeit mit dem Motorrad nichts mehr im Wege steht.

von Yanik Schick

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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