Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Der Vereinschef ist nun auch Schützenkönig

Königsschießen Der Vereinschef ist nun auch Schützenkönig

So einiges zu erdulden hatte der stolze Adler aus Holz auf dem Mardorfer Schießstand. Nach mehreren Stunden fiel der entscheidende Treffer, und der Adler hatte endlich ausgedient.

Voriger Artikel
Der Ortsdiener, Telefonstreiche und ein Strip
Nächster Artikel
Rauschenberg im Zeichen der Kunst

Als einzige Frau nahm Sabine Schick beim Königsschießen den (einstmals prachtvollen) Adler ins Visier.Fotos: Ina Tannert

Mardorf. Insgesamt 13 Teilnehmer traten beim alljährlichen Königsschießen des Schützenvereins Mardorf 1976 gegeneinander an. Am Ende kürte sich Vereinschef Michael Schick höchstpersönlich zum neuen König.

Über Stunden hinweg maßen sich zuvor die Vereinskollegen am Kleinkalibergewehr, traten im steten Wechsel an den Schießstand. Das Ziel des Tages, eine stabile Adlerfigur, steckte dabei so einiges weg.

Es galt, nacheinander die fünf Trefferzonen des Ziels zu beschießen: Füße, Flügel und am Ende den hölzernen Kopf. Mit dem 84. Schuss des Wettbewerbs erwischte Manfred Schick den linken Fuß und machte sich zum zweiten Ersatzritter. Schuss Nummer 229 und das Fallen des rechten Fußes bedeutete für Bernd Fischer, dass er sich nun als ersten Ersatzritter bezeichnen darf.

Als zweiter Ritter (linker Flügel) ging Bernd Fischer dann nach dem 373. Schuss vom Schießstand. Erster Ritter (rechter Flügel) wurde mit dem 471. Schuss Alois Schmitz.

Der neue König stand dann nach nur weiteren 58 Schuss fest: Treffsicher holte Michael Schick den Adlerkopf von den Schultern. Damit war der Vereinsvorsitzende neuer Schützenkönig und durfte während des Festumzuges der Kirmes seinen Verein dann auch anführen. „Es ist immer nur ein Glücksschuss - uns geht es mehr um die Geselligkeit“, relativierte Schick seinen finalen Schuss. Und die Geselligkeit kam beim Königsschießen auch nicht zu kurz: Gut gelaunt und mit so einigen freundlichen Frotzeleien feuerten die erfahrenen Schützen sich über Stunden hinweg gegenseitig an und nahmen das endgültige Ergebnis mit viel Humor.

Rund 140 Mitglieder zählt der Verein derzeit, kann sich über mangelndes Interesse nicht beklagen. Neben den beiden Pistolengruppen sowie einer Gewehrmannschaft ist derzeit besonders das Bogenschießen beliebt. „Vor allem den Kindern macht das großen Spaß“, berichtete Schick. Derzeit bauen die Schützen einen neuen Parcours für die wachsende Abteilung, bestücken die Fläche mit 3-D-Figuren verschiedener Tierarten.

von Ina Tannert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr